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Grundlagen der Textsortenlinguistik

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Bozena Witosz

Die Monografie umreißt die polonistische Textsortenforschung in ihren wichtigsten Strömungen und Entwicklungslinien. Teil I führt in den theoretischen Kontext ein und stellt das Begriffsinstrumentarium der Forschungsdisziplin vor. Es wird dabei eine integrative Herangehensweise an literarische und Gebrauchstexte gewählt. Teil II schlägt eine einheitliche methodologische Herangehensweise an Textsorten vor, die ihre Typologie (Netzmodell), Mehrebenenstruktur, Determinanten und Wechselbeziehungen, ihre Kulturbedingtheit sowie die gegenwärtige Tendenz zur Transgression und Hybridisierung umfasst. Abschließend wird beispielhaft die Textsortencharakteristik des literarischen Textes Jadąc do Babadag von A. Stasiuk herausgearbeitet, der Textsorteninterferenzen innerhalb einzelner Äußerungen aufweist.
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Typologie als Kategorisierungsmodell

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In der gegenwärtigen Textsortenlinguistik (oder zumindest in den Arbeiten mancher Forscher) wird die in der literaturwissenschaftlichen Gattungslehre etablierte und zum Ausklang der Antike herauskristallisierte hierarchische Einteilung der verbalen Gebilde nach der Ebene des Texttyps/ der Textsortenklasse, der Gattungsebene/ Textsortenebene und der Ebene konkreter Texte anerkannt. Wie Porphyrios ausführte:

[…] ein Individuum ist in der Gattung enthalten, und die Gattung in der Sorte. Die Sorte ist eine Art Ganzheit, und das Individuum eine Art Teil; die Gattung ist zugleich eine Ganzheit und ein Teil […]. (Aristoteles 1975, zitiert nach Michałowska, 1998: 247).

Die hierarchisch aufgebaute Taxonomie stellt keine Überraschung dar, und zwar weder in einer natürlichen noch in einer wissenschaftlichen Kategorisierung. In der vorliegenden Beschreibung, in der auf eine synthetische Auffassung der Typologie-Fragen des Sprachuniversums abgezielt wird, scheint allerdings die Fragestellung angebracht, ob das hierarchisch aufgebaute vertikale System bei der Ordnung der Logosphäre akzeptabel ist. Und wenn ja, dann wären das Schema und die seiner Strukturierung zugrunde liegenden Regeln genauer zu bestimmen.

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