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Das Reichsjustizministerium und die höheren Justizbehörden in der NS-Zeit (1935–1944)

Protokolle und Mitschriften der Arbeitstagungen der Reichsjustizminister mit den Präsidenten der Oberlandesgerichte, des Volksgerichtshofs, des Reichsgerichts sowie mit den Generalstaatsanwälten

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Edited By Werner Schubert

Das Buch enthält die umfangreichen Protokolle der regelmäßigen Arbeitstagungen, welche zwischen 1935 und 1944 im Reichsjustizministerium stattfanden und die einen detaillierten Einblick in die Ziele der nationalsozialistischen Rechtspolitik geben. Diese Treffen der Reichsjustizminister erfolgten mit den Präsidenten des Reichsgerichts, des Volksgerichtshofs und der Oberlandesgerichte sowie mit den Generalstaatsanwälten. Die Ansprachen und Referate erschließen umfassend die Arbeitsgebiete des Reichsjustizministeriums sowie dessen Reformvorhaben. Der Herausgeber stellt die Minister und Staatssekretäre des Reichsjustizministeriums sowie die zahlreichen zwischen 1933 und 1944 ergangenen Justizgesetze vor, die zum Abbau der Rechtsstaatlichkeit führten.
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Teil C: Arbeitstagungen unter dem Reichsjustizminister Otto Georg Thierack (1942–1944)

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I. Arbeitstagung des Reichsjustizministers mit den Chefpräsidenten und Generalstaatsanwälten am 29.9.1942

Die Tagung wird durch den Reichsjustizminister um 10 Uhr 20 Minuten eröffnet.

Reichsjustizminister Dr. Thierack: Meine Berufskameraden ich habe zunächst, zugleich im Namen des Herrn Staatssekretärs, Ihnen zu danken für Ihre Schreiben, für Ihre guten Wünsche. Ich weiß, dass sie gut gemeint waren, dass Sie glaubten, zeigen zu sollen, dass Sie mit der neuen Justizführung verbunden sind.

Der Sinn dieser Tagung ist klar: Sie sollen die neuen Männer sehen, sprechen hören, kennenlernen, und für uns ist diese Tagung wie alle künftigen Tagungen ein Führungsinstrument. Wir werden diese Tagung fortsetzen, und zwar zum Zwecke der Führung der Justiz. Hier war bisher ein Mangel, der erkannt worden ist.

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