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Hochqualifizierte externe Mitarbeiter in gemischten Projektteams

Interaktionsparameter, Diversitätseffekte und Führungsherausforderungen

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Inga Rössing

Seit vielen Jahren spiegelt sich der Trend vieler Unternehmen zu mehr Flexibilität und Innovation auch in einem zunehmenden Einsatz externer Ressourcen wider: Hochqualifizierte externe Mitarbeiter werden auf Projektbasis eingekauft und arbeiten mit internen Beschäftigten in gemischten Teams auf Zeit zusammen. Diesem Praxisphänomen, das v.a. im wissensintensiven Dienstleistungsbereich wie etwa der Softwareentwicklung relevant ist, wurde bislang geringe Aufmerksamkeit aus dem Blickwinkel von Führung und Teamdiversität geschenkt. Diese Arbeit zeigt die Besonderheiten intern-extern gemischter Projektteams auf. Anhand einer zweistufigen empirischen Studie mit realen Projektteams unterschiedlicher Branchen identifiziert sie wesentliche Parameter der Interaktion zwischen externen und internen Mitarbeitenden und zeigt funktionale und dysfunktionale Effekte der Externalität auf die Zusammenarbeit im Team auf. Hieraus lassen sich konkrete Gestaltungsempfehlungen für die Führung von Projektteams sowie wertvolle Erkenntnisse für die weitere wissenschaftliche Diskussion ableiten.
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Schlussbetrachtung

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Die vorliegende Arbeit hat sich mit der Thematik des Einsatzes hochqualifizierter externer Mitarbeiter in Teams mit internen Beschäftigten einem aktuellen, und gerade im Softwareentwicklungsbereich immer häufiger auftretenden Phänomens angenommen.

In den einführenden Bemerkungen wurden diese intern-extern gemischten Teams vor dem Hintergrund zunehmend relevanter flexibler Beschäftigungsverhältnisse und der verstärkten Nutzung unternehmensexterner Leistungspotenziale als betriebswirtschaftlich bedeutsames Phänomen skizziert. Auch unter Berücksichtigung der durch die sich ändernde Personalstruktur vieler Unternehmen verbundenen „workforce blending“ überraschte das bisherige wissenschaftliche Rezeptionsdefizit für diese spezifische Art der Teamarbeit. Insbesondere konnten mit einer bislang lediglich geringen Fokussierung auf hochqualifizierte Externe sowie auf gruppendynamische Prozesse in „blended teams“ und auf die Externalität bzw. organisationale Zugehörigkeit im Rahmen der Teamdiversität drei zentrale Forschungslücken an der Schnittstelle zu gemischten Teams diagnostiziert werden. Unter dem hier gewählten Blickwinkel der Teamdiversität konnten der Annahme von Produktivitätsvorteilen gemischter Teams im Vergleich zu rein intern besetzten Teams einerseits potenzielle Störfaktoren gegenübergestellt werden. Hieraus ließ sich vermuten, dass die Besonderheiten gemischter Teams herkömmliche Führungskonzepte als unzureichend ausweisen würden, sodass andererseits eine differenzierte Kenntnis der Besonderheiten dieser Teams, Wirkungszusammenhänge interner und externer Mitarbeiter und Effekte des „Blending“ auf Zusammenarbeit und Führung notwendig sei.

Die identifizierten Forschungslücken bildeten damit den Ausgangspunkt für die konzeptionelle und empirische Aufarbeitung des skizzierten Phänomens in dieser Arbeit. Vor diesem Hintergrund ließ sich eine zweifache Zielsetzung ableiten: Zum einen sollte...

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