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Literarische Topographien in Ostmitteleuropa bis 1945

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Elzbieta Nowikiewicz

Der Band versammelt Aufsätze, die sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit ostmitteleuropäischen literarischen Räumen, Orten und ihrer Topographie beschäftigen. Die AutorInnen diskutieren unterschiedliche Ansätze einer sichtbaren Welt, des Räumlich-Erfahrbaren mit topographischer Akzentuierung, wobei geographische Referenzräume besondere Berücksichtigung finden. Es handelt sich um Bezüge zu Räumen, Orten und Landschaften im Leben und Werk verschiedener SchriftstellerInnen. Die Sammelmonographie setzt sich darüber hinaus die literarische Wiederentdeckung Ostmitteleuropas zum Ziel. Ostmitteleuropa wird einer erneuten Lektüre unterzogen, wobei die Fragen, wie die einzelnen Autoren den Text des Raumes lesen und wie sie mit dem ostmitteleuropäischen Raum umgehen, eine zentrale Bedeutung erfahren. Es wird auch nach den Raumfunktionen in Texten gefragt. Die Perspektive des Raumes determiniert demzufolge die Herangehensweise und den Umgang mit literarischen Texten.
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Die Ausstellung Kurische Nehrung in Wissenschaft und Kunst (1914) als Medium einer Raumkonstruktion

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Ewa Płomińska–Krawiec (Poznań)

Die Präsentation einer Sammlung im Rahmen einer thematischen Exposition, ähnlich wie in einem Museum, führt notwendigerweise dazu, dass die ausgestellten Objekte ihrem ursprünglichen Kontext enthoben werden und aus ihnen eine neue Narration konstruiert wird. Es beginnt bereits mit der ersten Etappe, in der man die Objekte für eine Ausstellung aussucht und eine Auswahl davon trifft. Aus ihrer Zusammenstellung und der Wechselwirkung der einzelnen Objekte aufeinander erwächst, entsprechend der Vorstellung und Idee des Autors, eine Botschaft. Die Entdeckung und Aufnahme der ausgestellten Objekte seitens der Besucher vollzieht sich häufig in einem speziell für die Exposition arrangierten Raum, einem Saal oder einem eigens dafür aufgebauten Gebäude. Im europäischen Raum des ‘langen‚ 19. Jahrhunderts, insbesondere in seiner zweiten Hälfte bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, erfreute sich die Ausstellung als Medium und Form der sozialen Kommunikation sowie der Wissensvermittlung großer Popularität. Solche Präsentation eigener künstlerischer und industrieller Errungenschaften vergleicht Hans Sedlmayr mit einem großen Theater und sieht in ihnen den mächtigsten Ausdruck der Epoche des Kapitalismus1. Er denkt in diesem Kontext vordergründig an die Weltausstellungen in London 1851 oder Paris 1867, 1878 und 1889, für die moderne Hallen aus Glas und Eisen von führenden Architekten entworfen und gebaut wurden. Sie trugen dazu bei, dass sich das allgemeine Interesse an diesem Medium intensivierte, was in der wachsenden Zahl verschiedener regional organisierten Ausstellungen, zusätzlich...

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