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Literarische Topographien in Ostmitteleuropa bis 1945

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Edited By Elzbieta Nowikiewicz

Der Band versammelt Aufsätze, die sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit ostmitteleuropäischen literarischen Räumen, Orten und ihrer Topographie beschäftigen. Die AutorInnen diskutieren unterschiedliche Ansätze einer sichtbaren Welt, des Räumlich-Erfahrbaren mit topographischer Akzentuierung, wobei geographische Referenzräume besondere Berücksichtigung finden. Es handelt sich um Bezüge zu Räumen, Orten und Landschaften im Leben und Werk verschiedener SchriftstellerInnen. Die Sammelmonographie setzt sich darüber hinaus die literarische Wiederentdeckung Ostmitteleuropas zum Ziel. Ostmitteleuropa wird einer erneuten Lektüre unterzogen, wobei die Fragen, wie die einzelnen Autoren den Text des Raumes lesen und wie sie mit dem ostmitteleuropäischen Raum umgehen, eine zentrale Bedeutung erfahren. Es wird auch nach den Raumfunktionen in Texten gefragt. Die Perspektive des Raumes determiniert demzufolge die Herangehensweise und den Umgang mit literarischen Texten.
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Zur Darstellung von Stadt und Land in ausgewählten Werken von Irena Krzywicka

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Ewa Wojno–Owczarska (Warszawa)

Einleitung: Zu Leben und Werk von Irena Krzywicka

Die Gegenüberstellung von Stadt und Land spielt eine große Rolle im Werk der polnischen Schriftstellerin Irena Krzywicka (geborene Goldberg, geb. am 28. Mai 1899 in Jenisejsk/Sibirien, gest. am 12. Juli 1994 in Bures–sur–Yvette/Frankreich). Die Dichterin schrieb sowohl Romane als auch Essays von hohem dokumentarischem Wert. Berühmt wurde sie vor allem aufgrund der Veröffentlichung ihrer skandalösen Autobiographie Wyznania gorszycielki (Bekenntnis einer Verderberin, 1992)1 sowie ihrer Erinnerungen an deutsche und polnische Intellektuelle, die unter dem Titel Wielcy i niewielcy (Die Großen und die Kleinen, 2009)2 erschienen3. Zum Prosawerk der Feministin gehören außerdem mehrere Essaybände, u. a. Sekret kobiety (Das Geheimnis der Frau, 1933)4. Darüber hinaus erschien eine Auswahl von Krzywickas Texten in den Sammelbänden Kontrola współczesności (Die Kontrolle der Gegenwart, 2008)5 und Miłość… małżeństwo… dzieci… (Liebe… Ehe… Kinder…, 1962)6. Die Schriftstellerin schrieb mehrere Romane, ← 227 | 228 → darunter die Trilogie Skuci i wolni (In Ketten und frei)7, und die Biographie ihres Schwiegervaters Ludwik Krzywicki Żywot uczonego (Das Leben eines Gelehrten, 1951)8. Zu ihren weiteren Dramen gehören auch Doktor Anna Leśna (Doktor Anna Leśna, 1951)9 und Życie mimo wszystko (Leben trotz all dem, 1947)10.

Der Name der Dichterin evoziert ihr Engagement im Kampf um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, ihren Einsatz für...

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