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Islamisch-politische Denker

Eine Einführung in die islamisch-politische Ideengeschichte

Farid Hafez

Das Buch präsentiert einen Abriss der Ideengeschichte des islamisch-politischen Denkens von al-Farabi über Ibn Khaldun und Ibn Taymiyya bis hin zu al-Afghani, Hasan al-Banna, Muhammad Asad, Khomeini, Nasr Hamid Abu Zaid, Yusuf al-Qaradawi und Elijah Muhammad. Das Werk arbeitet die Vielschichtigkeit des politischen Denkens im islamischen Bezugsraum heraus und zeigt auf, wie das intellektuelle, soziale und politische Umfeld das jeweilige Denken der einzelnen Persönlichkeiten prägte und wie damit ein Wandel zentraler Begriffe einherging. Der Autor führt in das Leben und Wirken von knapp 20 Persönlichkeiten ein und stellt dabei zentrale Begriffe vor, die das jeweilige Denken prägen. Die Verwendung von Originaltexten bietet hierbei einen authentischen Einblick.
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Kapitel 14 –Elijah Muḥammad

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Elijah Muḥammad [ist, F.H.] der selbstgemachte „Gesandte Gottes“ und vorgebliche Führer der schwarzen Rasse in den USA. Sein Ziel ist die Separation des schwarzen Mannes vom „Teufel“ (weiße Rasse) mittels der Errichtung einer schwarzen Nation. Federal Bureau of Investigation (FBI 1974, 4)

Leben und Werk

Elijah Muḥammad, geboren im Jahre 1897 als Elijah Poole, wuchs im vom Rassismus geplagten US-amerikanischen Süden, in Georgia, auf, bevor ihn die great migration in den Norden brachte. Sein Vater war baptistischer Prediger, beide Eltern waren Landarbeiter. Geprägt von den rassistischen Erfahrungen wandte er sich bald Wallace D. Fard Muḥammad zu, der eine rassisierte Version des Islams lehrte und übernahm nach dessen Verschwinden die von diesem gegründete Lost-Found Nation Of Islam, die später unter dem Namen Nation Of Islam (NOI) Bekanntheit erlangen sollte (Berg 2013, 375f.). Über Fard Muḥammads Herkunft, Beruf wie auch späteres Schicksal ist kaum etwas bekannt. Elijah predigte später, Fard Muḥammad sei Gott selbst in Menschenform gewesen und war gekommen, um „den schwarzen Mann aus der Wildnis Nordamerikas in das verheißene Land zu geleiten“ (Haddad 1998, 213), wobei Fard Muḥammad „lediglich“, wie später Elijah Muḥammad, die Prophetie beanspruchte. Unter Fard wurde Muḥammad zum supreme minister und später zu Elijah Muḥammad, womit dessen Sklavenname in einen islamischen zurückverwandelt wurde. Als 1934 Fard auf bis heute unbekannte Weise verschwand, übernahm Elijah nach der Zersplitterung die Führung...

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