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Comparatio delectat II

Akten der VII. Internationalen Arbeitstagung zum romanisch-deutschen und innerromanischen Sprachvergleich- Innsbruck, 6.–8. September 2012- 2 Bände

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Eva Lavric and Wolfgang Pöckl

Vergleichen ist ein Grundbedürfnis des Menschen, um sich in der Welt zu orientieren; ein heuristisches, also erkenntnisförderndes Verfahren, das man auf allen Abstraktionsstufen anwenden kann. Die Beiträge dieses Bandes beweisen, dass Kontrastive Linguistik nicht nur konstruktive Beiträge zur Sprachtypologie, zum Sprachunterricht und zur Translation, sondern auch Kategorien zur Verfeinerung der Beschreibung sprachlicher Strukturen im Allgemeinen liefern kann. In den 52 Aufsätzen verbinden VertreterInnen der Romanistik, der Germanistik und der Translationswissenschaft hohe wissenschaftliche Ansprüche mit konsequenter Anwendungsorientierung. Mehrsprachige Wissenschaftskommunikation ist in diesem Band gelebte Praxis. Objekte der Analysen sind mehr als ein Dutzend verschiedener Sprachen.
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Spanische Rechtsbegriffe und deren Entsprechungen in der deutschen und österreichischen Rechtssprache

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Rechtstexte im Kontext nationaler Rechtsordnungen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Systemgebundenheit aus, die hinsichtlich Stilistik, Syntax, Terminologie, aber auch der gesamten (Rechts-)Kultur einer starken Prägung unterworfen ist. Textsortenkonventionen, die sich durch eine starke Formelhaftigkeit, antiquierte idiomatische Wendungen und grammatikalische Formen auszeichnen, machen es schwer, im direkten Vergleich mit anderen Rechtssprachen die entsprechenden Äquivalente zu finden. Als Übersetzer von Rechtstexten vom Spanischen ins Deutsche ist man mit einer zusätzlichen Schwierigkeit konfrontiert, die sich aus der heterogenen Terminologie der deutschen Rechtssprache ergibt. Ähnliches stellt sich bei der Übersetzung deutscher Rechtstexte ins Spanische ein, wenn auch in geringerer Form. Die deutsche wie auch die österreichische Rechtssprache haben sich in ihrer Begrifflichkeit – vor allem im Bereich des Zivilrechts – zu einem großen Teil aus dem römischen Recht entwickelt, doch sind sie seit dessen verstärkter Rezeption zu Beginn des 19. Jahrhunderts eigene Wege gegangen, die zu rechtsterminologischen Varietäten geführt haben. Für die translatorische Praxis bedeutet dies, dass ohne genaue Kenntnis des Empfängers derartiger Texte die Verständlichkeit auf dem Spiel steht.

Los textos jurídicos en el contexto de un orden jurídico nacional se caracterizan por un alto grado de dependencia del sistema y son muy marcados en cuanto a su estilística, sintaxis, terminología, pero también toda la cultura (legal). Las convenciones en cuanto a este tipo de textos, que destacan por ser muy estereotipados y contener locuciones idiomáticas y formas gramaticales anticuadas, dificultan la...

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