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Prostitution

Eine Begleiterin der Menschheit / A Companion of Mankind

Edited By Frank Jacob

Prostitution ist scheinbar genauso alt wie die Menschheit selbst und gilt nicht von ungefähr als das «älteste Gewerbe» überhaupt. Dieser Band versteht sich als interdisziplinäre, chronologisch sowie global umfassende Analyse des Phänomens und bietet dem Fachpublikum und dem interessierten Leser gleichermaßen eine breite Darstellung der Prostitution aus historischer, soziologischer, genderorientierter sowie kulturwissenschaftlicher Perspektive. Untersucht werden dabei die Rolle von Prostituierten in der Gesellschaft, die Rezeption des Gewerbes per se sowie die Rahmenbedingungen, unter denen sich ein solches etablieren kann.
Prostitution seems to be as old as humanity itself and is consequently not described as the «oldest profession» without cause. This anthology is an interdisciplinary, chronological and regional extensive approach to analyze the phenomenon. It provides a broad historical, sociological, cultural, and gender perspective on prostitution for the academic as well as the interested reader alike. It examines the role of prostitutes in society, the reception of the profession per se and the conditions due to which it is established.
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Von der Schande zur Überlebensstrategie – Unterfränkische Perspektiven auf die Prostitution, 1933–1945

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Einleitung

Ist Prostitution eine Schande für die Gesellschaft oder eine Überlebensstrategie? Zwei Perspektiven, die konträrer nicht sein könnten, historisch betrachtet liegen sie jedoch ziemlich nahe beieinander. Was in Zeiten einer gesicherten Selbsterhaltung sozial geächtet wird, das floriert immer dann, wenn außer dem Verkauf des eigenen Körpers nichts mehr bleibt, was eine Hoffnung auf das eigene Überleben sichern kann. Gerade in Kriegszeiten wird die Verbindung zwischen dem Militär und der Prostituierten, wie sie beispielsweise erst vor Kurzem sehr umfassend von Christian Benoit aus einer französischen Perspektive untersucht wurde, enger.2 Für diese muss jedoch nicht einmal zwingend Krieg herrschen, wie Adelheid Napier am Beispiel des Chanute Luftwaffenstützpunktes in Rantoul, Illinois nachweisen konnte.3 Ungeachtet ob es sich um eine Kriegs- oder Friedenssituation handelt, ist ebenfalls eine Zunahme von Geschlechtskrankheiten belegt, die meist aus den genannten Beziehungen hervorgehen und zu entsprechenden Gegenmaßnahmen der Zivil- und Militärverwaltung führen.

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