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Prostitution

Eine Begleiterin der Menschheit / A Companion of Mankind

Frank Jacob

Prostitution ist scheinbar genauso alt wie die Menschheit selbst und gilt nicht von ungefähr als das «älteste Gewerbe» überhaupt. Dieser Band versteht sich als interdisziplinäre, chronologisch sowie global umfassende Analyse des Phänomens und bietet dem Fachpublikum und dem interessierten Leser gleichermaßen eine breite Darstellung der Prostitution aus historischer, soziologischer, genderorientierter sowie kulturwissenschaftlicher Perspektive. Untersucht werden dabei die Rolle von Prostituierten in der Gesellschaft, die Rezeption des Gewerbes per se sowie die Rahmenbedingungen, unter denen sich ein solches etablieren kann.
Prostitution seems to be as old as humanity itself and is consequently not described as the «oldest profession» without cause. This anthology is an interdisciplinary, chronological and regional extensive approach to analyze the phenomenon. It provides a broad historical, sociological, cultural, and gender perspective on prostitution for the academic as well as the interested reader alike. It examines the role of prostitutes in society, the reception of the profession per se and the conditions due to which it is established.
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Geschichte der Prostitution in Japan: Von der Tempeldienerin zur Barhostess

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Von den Anfängen der Prostitution (4.–8. Jhdt.)

Die Frage nach den Anfängen der Prostitution wurde und wird in Japan äußerst konträr diskutiert. Bedingt durch die Tatsache, dass die ältesten Schriftdokumente erst aus dem frühen achten Jahrhundert stammen und durch entsprechende mythologische und historiographische Darstellungen vor allem als Legitimation des noch jungen Kaiserhauses zu dienen hatten, sind textliche Belege aus dem japanischen Altertum (4.–8. Jhdt.)1 die große Ausnahme. Die erste Gedichtanthologie mit rein japanischer Lyrik (waka), die „Sammlung der Zehntausend Blätter“ (Man’yôshû, Mitte 8. Jhdt.), liefert zwar mit insgesamt fünf Dichterinnen die ersten schriftlichen Indizien für die Existenz von Prostituierten, gleichzeitig bietet sie aber auch Raum für allerlei Spekulationen. So heißt es in einem Gedicht:

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