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Prostitution

Eine Begleiterin der Menschheit / A Companion of Mankind

Edited By Frank Jacob

Prostitution ist scheinbar genauso alt wie die Menschheit selbst und gilt nicht von ungefähr als das «älteste Gewerbe» überhaupt. Dieser Band versteht sich als interdisziplinäre, chronologisch sowie global umfassende Analyse des Phänomens und bietet dem Fachpublikum und dem interessierten Leser gleichermaßen eine breite Darstellung der Prostitution aus historischer, soziologischer, genderorientierter sowie kulturwissenschaftlicher Perspektive. Untersucht werden dabei die Rolle von Prostituierten in der Gesellschaft, die Rezeption des Gewerbes per se sowie die Rahmenbedingungen, unter denen sich ein solches etablieren kann.
Prostitution seems to be as old as humanity itself and is consequently not described as the «oldest profession» without cause. This anthology is an interdisciplinary, chronological and regional extensive approach to analyze the phenomenon. It provides a broad historical, sociological, cultural, and gender perspective on prostitution for the academic as well as the interested reader alike. It examines the role of prostitutes in society, the reception of the profession per se and the conditions due to which it is established.
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Zur Herkunft der Benennungen für Prostituierte innerhalb der Indogermania

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Im Rahmen dieses Sammelbandes über Prostitution will der vorliegende Artikel die linguistische Seite dieses Themas beleuchten und die Frage stellen, welche Erkenntnisse aus der Terminologie im Wortfeld ‚Prostitution‘ gewonnen werden können. Dabei soll – entsprechend der Spezialisierung des Verfassers – die Perspektive auf die frühesten Sprachstufen der Familie der indogermanischen Sprachen und nach Möglichkeit auch auf deren als real anzunehmende Vorstufe, die indogermanische Grundsprache des 4. und 3. Jts. v. Chr., gelegt werden. Da vor den Sprachzeugnissen des 2. Jts. v. Chr. (Hethitisch: ca. 1.800 v. Chr., Indoiranisch: ca. 1.500–1.350 v. Chr., mykenisches Griechisch: 1.400/1.200 v. Chr.) jegliche Schriftlichkeit in der Indogermania fehlt, ist eine Erkenntnis für die idg. Grundsprache des 4./3. Jts. v. Chr. ausschließlich über methodische Verfahren der vergleichenden Sprachwissenschaft zu gewinnen, die über die vergangenen 150 Jahre entwickelt und seither als verlässlich erwiesen wurden.

Wesentliche Säule der vergleichenden Sprachwissenschaft ist dabei die Ermittlung von Wortetymologien2 auf Basis rekurrenter Lautentsprechungen gepaart ← 119 | 120 → mit plausibler Bedeutungsentwicklung. Dies soll am folgenden Beispiel von idg. *ĝómbhos demonstriert werden, weil die dazugehörige Darstellung von Mumm, Peter-Arnold: Deutsch Kamm, Kimme und die Bedeutung von idg. *ĝombho-, *ĝembh-, in: Schindler, Wolfgang; Untermann, Jürgen (Hg.): Grippe, Kamm und Eulenspiegel. Festschrift für Elmar Seebold zum 65. Geburtstag, Berlin; New York, 1999, 295–312 hinsichtlich ihrer semantischen Präsizierung Modellcharakter hat:3

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