Show Less
Restricted access

Gottes Wort im Menschenwort

Festschrift für Georg Fischer SJ zum 60. Geburtstag

Series:

Edited By Dominik Markl, Claudia Paganini and Simone Paganini

Gottes Selbstmitteilung ist in den Texten der Bibel in menschlichen Worten vermittelt. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil soll die Exegese diese Texte mit allen verfügbaren – menschlichen – Methoden durchleuchten, um in ihnen Gottes Wort zu finden. Georg Fischer, dem diese Festschrift gewidmet ist, hat sich stets der Vielfalt des alttestamentlichen Kanons verpflichtet gewusst. Diese Weite spiegelt sich im vorliegenden Band, der fünf Beiträge zum Pentateuch, sieben Artikel zu den prophetischen Büchern, verschiedene Studien zu den Schriften sowie eine Arbeit zum Neuen Testament vereinigt. Alle Autoren dieses Bandes sind dem Jubilar als Lehrer begegnet. Ihre Beiträge sind von seiner Ausrichtung inspiriert. Sie präsentieren exegetische Analyse, die auf das Verständnis der theologischen Botschaft abzielt.
Show Summary Details
Restricted access

Ein stabiles Gefäß für den brisanten Inhalt: Einige Züge des Ijob-Porträts der Rahmenerzählung des Ijobbuches und ihre Relevanz im Blick auf die Auseinandersetzungen in dessen Redeteil

Extract

| 233 →

Ein stabiles Gefäß für den brisanten Inhalt

Einige Züge des Ijob-Porträts der Rahmenerzählung des Ijobbuches und ihre Relevanz im Blick auf die Auseinandersetzungen in dessen Redeteil

Klaudia Engljähringer

1. Annäherung

Den „Dienern / Knechten JHWHs“, jenen Gestalten, die das AT mit dem Begriff hwhydb[ bedenkt und damit in theologisch-anthropologischer Hinsicht in positiv auszeichnender Weise1 kennzeichnet, hat Georg Fischer immer wieder sein Forschungsinteresse2 zugewandt. hwhy db[, Knecht Gottes,3 steht für eine in Analogie zu einem üblichen sozialen Beziehungsmuster erstellte Konzeption eines Idealfalles bezüglich des Verhältnisses zwischen Israels Gott und Menschen (Einzelnen oder Kollektiven), die neben der funktionalen Ebene eines Dienstes zugleich auch die personale des Zugehörens erfasst.4 Die Verwendung ist breit gestreut: Der Begriff bezieht sich auf Einzelne (z.B. in Gen 26,24 auf Abraham) wie auf Gruppen (etwa die an JHWH Festhaltenden mehrfach in Jes ← 233 | 234 → 65), auf unorthodoxe Erscheinungen (z.B. „meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel“, dreimal in Jer) und auf übliche Verdächtige (wie Mose, z.B. in Num 12,7f), auf kaum eindeutig zu identifizierende Subjekte (der „Knecht“ in den nach ihm benannten Texten in Jes) wie auf klar benannte Gruppierungen („meine Knechte, die Propheten“, etwa öfter in Jer), auf einfache Menschen (Selbstbezeichnung von Betenden in den Pss, z.B. Ps 86,16) ebenso wie auf Große in der biblischen Geschichtsschreibung (König David,etwa 2Sam 7,5).

Unter den Knechten...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.