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Raum und Zeit im Kontext der Metapher

Korpuslinguistische Studien zu französischen und spanischen Raum-Zeit-Lexemen und Raum-Zeit-Lokutionen

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Kathleen Plötner

Die Studie setzt sich mit der oftmals als metaphorisch bezeichneten Verbindung zwischen Raum und Zeit auseinander. Nach der Klassifizierung unterschiedlicher Metapherarten rückt die Autorin die Frage nach der Existenz von Raum-Zeit-Metaphern in den Fokus der Untersuchung. Die Arbeit beinhaltet eine Darstellung von sprachlichen Elementen des Raumes und von Mitteln zum Ausdruck der Temporalität. Es wird ein Überblick über den aktuellen Gebrauch ausgewählter raumzeitlicher Präpositionen und Adjektive im Französischen und Spanischen und ein Einblick in deren diachrone Entwicklung gegeben. Die Autorin verknüpft korpusbasierte, linguistische Analysen mit kognitionslinguistischen und philosophischen Erkenntnissen über das Raum- und Zeitkonzept.
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Vorwort

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Die Beschäftigung mit einer Thematik während eines Zeitraums von dreieinhalb Jahren beinhaltet neben einer grundlegenden Fragestellung und dem Wunsch, etwas Neues, Interessantes und Regelhaftes zu entdecken, immer auch eine persönliche Affinität des Autors für die Untersuchung. Zum Einen entstand diese Arbeit aus dem Interesse, korpuslinguistische Studien mit den zentralen Kategorien Raum und Zeit zu verbinden, um an konkreten, authentischen Sprachbeispielen (und nicht an vom Autor selbst konzipierten Beispielen) zu zeigen, wie die genannten Kategorien durch französische und spanische Sprecher verbalisiert werden. Hierbei kann selbstverständlich immer nur ein Teil der sehr umfangreichen Konzepte sprachlich abgebildet werden. Zum Anderen war es die Faszination für die rhetorische und spätestens seit Lakoff & Johnson (1980) die gesamte Kognition strukturierende Figur der Metapher, die Anlass zum Schreiben dieser Arbeit gab. Es schien mir von Bedeutung für die Linguistik zu sein, die grundlegenden Funktionsweisen von Metaphern genau zu betrachten, um in einem nächsten Schritt die Raum-Zeit-Beziehung, die oft als metaphorisch bezeichnet wird, verstehen und analysieren zu können. Diese Arbeit setzt sich mit dem Begriff der Metapher aus überwiegend semantischer, ferner lexikalischer und kognitionslinguistischer Perspektive auseinander und trifft anschließend auf Basis der Analyse sprachlicher Okkurrenzen, Aussagen über den Gebrauch von raumzeitlich gebrauchten Präpositionen und Adjektiven und über die möglicherweise metaphorische Konzipierung des Raum-Zeit-Konzepts.

Die Dissertation ist im Rahmen des von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) geförderten Doktorandenkollegs Syntagmen und Kollokationen im Satz und im Diskurs: Struktur, Fixierung,...

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