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Spuren.Suche (in) der Romania

Beiträge zum XXVIII. Forum Junge Romanistik in Graz (18. bis 21. April 2012)

Series:

Edited By Luca Melchior, Albert Göschl, Rita Rieger and Michaela Fischer

Die seit Jahrzehnten renommierte Reihe zum romanistischen Nachwuchskolloquium Forum Junge Romanistik sammelt auch in ihrem 28. Band wieder die aktuellen Themen junger romanistischer Nachwuchsforschung. In ihrer Gesamtheit konstruieren die Beiträge ein offenes Bild zum zentralen Leitkonzept der Spur. Spurensuche als geisteswissenschaftliche Methode sowie die Implikationen zeitlicher und räumlicher Dimensionen bis hin zur emotiven Komponente des Spurenkonzeptes ordnen die vielschichtigen Forschungsergebnisse zu einem aufschlussreichen Kompendium neuester Forschungsliteratur. Die Diversität der Tagungsakten lässt ein Panorama der romanistischen Disziplinen (Literatur-, Kultur-, Sprachwissenschaft und Fachdidaktik) entstehen.
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Rétif de la Bretonne et la tradition orale: la trace de la ‚littérature de rue‘: Asma Guezmir

Extract

Asma GUEZMIR (Manouba / Sorbonne IV)

Abstract

Weitgehend inspiriert durch die Tradition der mündlichen volkstümlichen Erzählungen sowie der beliebten Almanache setzt Le Ménage parisien (1773) von Rétif de la Bretonne einen Erzähler ein, der eine direkte Beziehung mit dem Leser unterhält, wodurch eine höchst lebendige Gesprächssituation nachgeahmt wird. Diese Erzählung wird als Quelle eines reichhaltigen volkstümlichen Materials verstanden, welches von den verbreiteten Sprachgewohnheiten inspiriert ist: Bauernregeln, Sprichworte, Anekdoten, Rätsel, etc. Die vielerorts präsentierten volkstümlichen Gesänge und Melodien spiegeln auf subtile Art und Weise die klangliche Atmosphäre der Pariser Straße und der Festivitäten des Volkes wider. Le Ménage parisien strebt so eine Aussöhnung zwischen der gelehrten Literatur und der Volksliteratur an und versucht den guten Ruf der Volkliteratur als soziokulturelles Erbe wiederherzustellen. Darin bleibt Le Ménage parisien in der Produktion Rétif de la Bretonnes eine Besonderheit.

Le Ménage parisien de Rétif de La Bretonne a souvent été classé comme un récit satirique mordant qui vise à la fois l’ex-femme de l’auteur et la société des Belles Lettres, appelée non sans ironie: ‚Qui-perd-gagne‘. Nous estimons que cet aspect du récit, quoique juste, est loin d’être exclusif. Le Ménage parisien est aussi une sorte d’exercice littéraire ludique conçu, à plusieurs égards, comme le reflet des mécanismes langagiers et communicatifs du peuple.1 Nous y surprendrons la survivance...

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