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Spuren.Suche (in) der Romania

Beiträge zum XXVIII. Forum Junge Romanistik in Graz (18. bis 21. April 2012)

Series:

Edited By Luca Melchior, Albert Göschl, Rita Rieger and Michaela Fischer

Die seit Jahrzehnten renommierte Reihe zum romanistischen Nachwuchskolloquium Forum Junge Romanistik sammelt auch in ihrem 28. Band wieder die aktuellen Themen junger romanistischer Nachwuchsforschung. In ihrer Gesamtheit konstruieren die Beiträge ein offenes Bild zum zentralen Leitkonzept der Spur. Spurensuche als geisteswissenschaftliche Methode sowie die Implikationen zeitlicher und räumlicher Dimensionen bis hin zur emotiven Komponente des Spurenkonzeptes ordnen die vielschichtigen Forschungsergebnisse zu einem aufschlussreichen Kompendium neuester Forschungsliteratur. Die Diversität der Tagungsakten lässt ein Panorama der romanistischen Disziplinen (Literatur-, Kultur-, Sprachwissenschaft und Fachdidaktik) entstehen.
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Auf den Spuren der Vergangenheit die Zukunft retten – Petrarcas Italianisierung des Rom-Mythos: Anna Charlotte Thode

Extract

Anna Charlotte THODE (Rostock)

Abstract

Nell’epoca del Rinascimento si assiste allo sviluppo dell’idea di un’Italia unita e nazionale. L’articolo vuole illustrare la strategia letteraria che fa uso del periodo dell’Impero romano per proporre un rinnovamento dell’Italia contemporanea, ridotta in un misero stato. Francesco Petrarca lega il passato romano a un possibile futuro italiano usando l’espressione del “valore antiquo” nel cuore degli “italici”. Si tratta dunque di “un’italianizzazione” del mito di Roma per garantire l’esistenza dell’Italia. La strategia sembra aver avuto fortuna in quanto fu utilizzata dai vari successori di Petrarca come Giovanni Boccaccio, Francesco Maria Molza, Giovanni Guidiccioni e altri.

Mit dem Begriff Rom wird zum einen die Ewige Stadt als konkreter Ort verbunden, zum anderen das Römische Reich und der Mythos, den es umgibt. Schließlich war das römische Imperium ein lokale Grenzen überschreitendes Weltreich, das aus Rom und den dazugehörigen Provinzen und Kolonien bestand. In der Renaissance, als sich die Anzeichen zur Herausbildung nationaler, exkludierender Zugehörigkeiten mehren (cf. Mayer / Münkler 1998), wird die Vergangenheit Roms und des Römischen Reiches von Petrarca und seinen Nachfolgern italianisiert und somit als die eigene Vergangenheit vereinnahmt. Rom ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr oder immer weniger „la patrie commune des Européens“ (Fumaroli 1997, 35). Die Frage der Nachfolge Roms ist nicht geklärt, auch Frankreich meldet beispielsweise seinen Anspruch an, die Tradition des Weltreiches weiterzuführen.1 In der Folge kommt es zu polemischen Auseinandersetzungen, von denen Texte wie...

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