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Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung

Zugänge zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich- Ein Studienbuch

Wilhelm Filla

Dieses Werk wurde mit den Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2015 ausgezeichnet.

Dieses Studienbuch zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich ist das erste seiner Art. Es eröffnet Zugänge zu den Anfängen und zur Entwicklung dauerhaft institutionalisierter Erwachsenenbildung bis in die unmittelbare Gegenwart, unter Bezugnahme auf internationale Entwicklungen. Unter dem Titel Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung wird die komplexe Entwicklungsgeschichte, chronologisch-periodisch strukturiert, zusammengefasst, reflektiert und zur Diskussion gestellt. Offene Fragen und weiße Flecken in der Erwachsenenbildungsgeschichte werden angesprochen und zahlreiche forschungsmethodische Hinweise gegeben. Bild- und Dokumentenmaterial dient der Veranschaulichung.
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2. Beginn und erste Entwicklung dauerhaft institutionalisierter Erwachsenenbildung

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Frühe institutionelle Entwicklung der Volksbildung

Die moderne Volksbildung in Wien wurde, was ihren bürgerlich-liberalen und neutralen Bereich betrifft, durch die vorne erwähnten fünf Institutionen repräsentiert: Volksbildungsverein, Volkstümliche Universitätsvorträge, Urania, Athenäum und Volksheim. Mit dem Centralverband der deutsch-österreichischen Volksbildungsvereine wurde eine überregionale Institution geschaffen, die längst vergessen ist. Parallel zur bürgerlich-liberalen Volksbildung entwickelte sich die Arbeiterbildung ebenfalls in vielfältiger und heterogener Weise.

Im Gegensatz zur katholischen und ländlich-bäuerlichen Volksbildung, die sich in Wien und in den Ländern zeitlich ähnlich konstituierten, sind die bürgerlich-liberale Volksbildung und die Arbeiterbildung recht gut erforscht. Mit der internationalen wie nationalen Erosion der Arbeiterbewegung ging jedoch das Forschungsinteresse an der historischen Arbeiterbildung deutlich zurück. Die historische Entwicklung der utilitaristischen und beruflich orientierten Er-wachsenenbildung ist, gemessen an ihrer Bedeutung, ebenfalls noch wenig erforscht. Wichtige Ansätze gibt es wie erwähnt bei Elke Gruber sowie in kleineren Einzelstudien und in einer bereits länger zurückliegenden Überblicksarbeit, die es alle weiter zu führen gälte. Für die Wirtschaftsförderungsinstitute liegt ein längerer Zeitschriftenbeitrag aus dem Jahr 1991 vor. Die Geschichte des Berufsförderungsinstituts wurde primär unter dem Gesichtspunkt von Öffentlichkeitsarbeit verfasst.

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