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Hamburg unter dem Drucke der Franzosen (1863/64)

Mit einem Lebensbild Carl Mönckebergs, Pastor an St. Nikolai

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Helmut Stubbe da Luz

1863 – in Hamburg werden «Befreiungskriegs»-Jubiläen veranstaltet. Über das Datum herrscht Zwist – seit 50 Jahren. 1863 setzt sich die «März-Partei» durch. Die Märzfeier, zuletzt 1838 begangen, auf Hamburger Lokalgeschehen Bezug nehmend, gerät erneut zum Triumph von Nationalismus und Liberalismus, zeigt aber auch Anklänge an Militarismus und Franzosenfeindlichkeit. Die auf Senatsbeschluß hin seit 1817 routinemäßig alljährlich veranstaltete Oktoberfeier, bezogen auf die Leipziger «Völkerschlacht», läuft dagegen aus. Hier positioniert sich hastig Carl Mönckeberg mit dem Buch Hamburg unter dem Drucke der Franzosen; nur der erste Teil erscheint – wie geplant – zum März 1863. Der konservative Pastor, auf Seiten der «Senats»- und «Oktober-Partei», legt eine Darstellung vor, die von Ressentiments weitgehend frei und bis heute informativ ist. Dieses Werk wurde nun neu herausgegeben und reich kommentiert.
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Vorwort

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Mit dieser ausführlich kommentierten, in größere historische Zusammenhänge eingefügten Neuauflage von Carl Mönckebergs Werk Hamburg unter dem Drucke der Franzosen startet eine wissenschaftliche Buchreihe unter dem Titel Hamburg, Europa und die Welt (HEW). Dem Peter-Lang-Verlag, vor allem seinem Geschäftsführer, Dr. Jörg Meidenbauer, und seinem Hamburger Repräsentanten Michael Rücker, gebührt großer Dank für konzeptionelle und organisatorische ‚Geburtshilfe‘. Die Herausgabe erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte des Weltsystems (VGWS), der vor 20 Jahren von dem Hannoveraner Osteuropahistoriker Hans-Heinrich Nolte begründet worden ist und im Peter-Lang-Verlag die Zeitschrift für Weltgeschichte (ZWG) herausgibt. Der VGWS verfolgt den Zweck, im Hinblick auf die Zukunft unseres Weltsystems Wissen von dessen Geschichte und Gegenwart zu erarbeiten und zu verbreiten sowie die daran interessierten Menschen zusammenzuführen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der fortgeschrittenen und sich weiter entwickelnden Globalisierung und unter Heranziehung verschiedener Systemtheorien.

Nirgends in Deutschland bietet es sich mehr an als in Hamburg, die Geschichte einer Stadt und ihrer Region unter übergreifenden Gesichtspunkten in den europäischen, ja in den Weltzusammenhang zu stellen. Die Welthafenstadt Hamburg ist spätestens seit der Hansezeit durchgängig in europaweite Zusammenhänge eingebunden, teils direkt, teils indirekt auch in solche Kommunikationsprozesse, die große Teile der Ozeane überziehen und anrainende Küstengebiete berühren. Die Intensität dieses Anteils am Geschehen des Weltsystems unterliegt Konjunkturen, war aber selten so ausgeprägt wie in der Napoleonzeit. Hamburg hat damals...

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