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Tourismuskommunikation

Im Spannungsfeld von Sprach- und Kulturkontakt- Mit Beiträgen aus der Germanistik, Romanistik und Anglistik- Unter Mitarbeit von Maria Vittoria Spissu

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Edited By Doris Höhmann

Die Kommunikation in der Touristik hat in der germanistischen Forschungslandschaft bislang vergleichsweise wenig Beachtung gefunden. Mit seinen insgesamt 18 oftmals kontrastiv ausgerichteten Beiträgen aus der Germanistik, Anglistik und Romanistik möchte der mehrsprachig angelegte Band dazu beitragen, die hier entstandene Lücke zu schließen. Mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen werden in den Beiträgen sprachliche Darstellungswelten und -weisen in der Tourismuskommunikation, Sprach- und Kulturtransfer sowie sprachdidaktische Herausforderungen behandelt. Der Band setzt es sich insbesondere zum Ziel, einen einführenden Überblick über Themenschwerpunkte und aktuelle Forschungstendenzen zu vermitteln.
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Vorwort

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Der vorliegende Band umfasst Beiträge aus der Germanistik, Anglistik und Romanistik, die mit den Mitteln der modernen empirischen Sprachforschung und auf der Grundlage unterschiedlicher Forschungsansätze grundlegende Aspekte der Tourismuskommunikation untersuchen. Er stellt damit im eigentlichen und besten Sinne des Wortes einen Sammelband dar, der die Grenzen der einzelnen wissenschaftlichen Gemeinschaften und ihrer Forschungstraditionen überschreitet und vor allem einen Überblick über aktuelle Forschungstendenzen in einem Gegenstandsbereich vermittelt, der lange aus der fachsprachenlinguistischen Forschung ausgenommen war1 und, wie im internationalen Vergleich deutlich wird, in der germanistischen Forschungslandschaft bislang eher ein Schattendasein geführt hat.2

Der Frage nach den Gründen für diese besondere Forschungslage sei kurz nachgegangen. Sie dürfte vor allem darin begründet sein, dass die Tourismuskommunikation in mehrfacher Hinsicht von den Vorstellungen abweicht, die ideal- und prototypisch mit dem Begriff der Fachsprache verbunden werden:

• Die Kommunikation in der Touristik zeichnet sich in sprachlichkommunikativer Hinsicht durch eine besondere Vielgestaltigkeit aus, die es nicht erlaubt, sie einem bestimmten, relativ klar abgrenzbaren Fachgebiet zuzuordnen. Die ihr eigentümliche Komplexität entsteht dabei zum einen durch die zahlreich vertretenen Fachthemen und -gebiete (wie z.B. Kunstgeschichte, Geographie, Gastronomie, Freizeitaktivitäten), zum anderen aber auch durch die vielen zum Einsatz kommenden Diskurs- und Textarten (Geschäftskorrespondenz, Verträge, Reiseführer unterschiedlichen Typs und Anspruchs, Broschüren, wissenschaftliche Aufsätze u.a.) und die sie kennzeichnenden verschiedenartigen kommunikativen Funktionen. Dadurch, dass ihre Sprachbestände aus verschiedenen sprachlichen Teilbereichen herrühren, entzieht sie sich der üblichen horizontalen Auffächerung...

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