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Klimaskepsis in Deutschland

Handlungsempfehlungen für Politik und Wissenschaft

Tanja Fröhlich

Klimaskeptiker schließen einen anthropogen verursachten Klimawandel aus und zweifeln an der Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Ergebnisse sowie an dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC). Eine öffentliche Klimaskepsis in Deutschland ist – im Gegensatz zu den USA – weitgehend unbekannt. Spezifische wissenschaftliche und politische Rahmenbedingungen könnten jedoch auch in Deutschland zur Verbreitung von Klimaskepsis in der Gesellschaft beitragen. Die Autorin analysiert diese Rahmenbedingungen und entwickelt Handlungsempfehlungen an Politik und Wissenschaft, um wissenschaftlich nicht fundierter Klimaskepsis entgegenzuwirken.
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1. Einführung

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1.1.Ausgangslage und Problemdarstellung

Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich die Weltgemeinschaft intensiv mit dem Thema „Klimaänderung“. Ein Meilenstein ist die 1988 erfolgte Gründung des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC). In die Arbeit des IPCC sind auch wesentliche Teile der deutschen Klimaforschung aktiv eingebunden. Weltweit kommen Klimaforscher zu dem Schluss, dass die Erde sich aufgrund anthropogener Eingriffe in das Klimasystem erwärmt und ein weltweiter Klimawandel fortschreitet, der signifikante Folgen für Mensch und Umwelt hat. Die regelmäßig erscheinenden IPCC-Sachstandsberichte bilden die wissenschaftliche Grundlage für die nationale und internationale Klimapolitik. Beim G8-Gipfel in L’Aquila sprachen sich die Staats- und Regierungschefs 2009 dafür aus, die globalen Emissionen bis 2050 um 50% und die Emissionen der Industrieländer bis 2050 um mindestens 80% gegenüber 1990 oder einem späteren Basisjahr zu reduzieren. Der G8-Gipfel von Muskoka, der im Juni 2010 stattfand, bestätigte diese Ziele. Die deutsche Regierung hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt, die u.a. die Basis des Energiekonzeptes der Bundesregierung von 2010 bilden. Danach sind die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis 2020 um 40% und bis 2050 um 80 bis 95% gegenüber 1990 zu senken. Auf globaler Ebene wurde zuletzt 2010 in Cancún die Grundlage für ein rechtsverbindliches Post-Kyoto-Abkommen ab 2012 verhandelt.

Wirtschaft und Politik suchen und setzen Instrumente ein zur Minderung und Vermeidung des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel. Diese Instrumente sind in vielen Ländern der Erde...

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