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Zur Entwicklung der Erwachsenenbildung in Österreich nach 1945

Strukturen, Zusammenhänge und Entwicklungen

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Angela Bergauer, Johann Dvořák and Gernot Stimmer

Erwachsenenbildung ist der Bildungssektor, in dem die Menschen die Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen erwerben und entwickeln können, die es ihnen gestatten, sowohl ihre Arbeitskraft besser verkaufen wie auch ihr Leben besser gestalten zu können. Die Beiträge dieses Buchs untersuchen dieses Ziel des lebensbegleitenden Lernens und bieten eine reflektierte Beschreibung von Strukturen und Entwicklungen der österreichischen Erwachsenenbildung nach ihrer (Wieder-)Entstehung 1945. Somit leistet dieses Buch einen weiteren Schritt zur Aufarbeitung der Geschichte der österreichischen Erwachsenenbildung. Es lädt ein, sich mit der sozialen Relevanz der Bildungsarbeit mit Erwachsenen, den dafür notwendigen Rahmenbedingungen sowie einer wichtigen Erinnerungskultur an die «Volksbildung» als Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen auseinanderzusetzen.
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Rolle der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) in der Weiterbildungslandschaft

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Dieses Kapitel beruht im Wesentlichen auf der Rede der KEBÖ-Vorsitzenden Angela Bergauer, gehalten beim 40-jährigen Bestands-Jubiläum der KEBÖ am 1. Oktober 2012 im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung.

Rückblick auf 40 Jahre KEBÖ

Dies ist kein chronologischer Rückblick und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Es sollen Entwicklungen im KEBÖ-Selbstbild aufgezeigt, die Kontinuität der wesentlichen bildungspolitischen Anliegen und Forderungen deutlich gemacht und deren Verwirklichungsstand anhand der derzeitigen Situation der Erwachsenenbildung reflektiert werden.

Entstehung der Dachverbände der Erwachsenenbildung

In den 1950er-Jahren kamen in die österreichische Erwachsenenbildungslandschaft neue Akzente durch den Zusammenschluss verschiedener Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu gesamtösterreichischen Verbänden. Die Büchereien waren schon 1948 mit der Gründung des Verbandes der Volksbüchereien vorangegangen, es folgten die Volkshochschulen, die 1950 den Verband Österreichischer Volkshochschulen gründeten, weiters die Bildungsheime 1954 mit der Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft der Bildungsheime und schließlich 1955 die Bildungswerke, die sich im Ring Österreichischer Bildungswerke zusammenschlossen. Im Bereich der beruflichen Erwachsenenbildung kam es 1959 zur Gründung des Berufsförderungsinstituts.

Gegen Ende der 1960er-Jahre mehrten sich die Stimmen, die eine über die einzelnen Dachverbände hinausgehende Vertretung der österreichischen Erwachsenenbildung forderten. ← 81 | 82 →

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