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Modernismus als theologischer Historismus

Ansätze zu seiner Überwindung im Frühwerk Maurice Blondels- 2., überarbeitete Auflage

Gerhard Larcher

Die Arbeit versteht sich als theologiegeschichtliche Untersuchung in systematischer Absicht. Innerhalb der Blondel- und Modernismusforschung erfüllt sie die spezielle Aufgabe, jenen Stellungnahmen und Korrespondenzen Maurice Blondels rund um die «question biblique» nachzugehen, die wissenschaftstheoretisch und theologisch das Geschichtsproblem betreffen. Darüber hinaus wird versucht, alle einschlägigen Hinweise, die Blondels sonstiges philosophisches und apologetisches Frühwerk bereithält, in ihrer weitreichenden Aktualität, besonders zum Thema «Historische Vernunft und Glaube» und zum Traditionsbegriff systematisch zu entfalten.
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Forschungs- und Literaturbericht

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Was wir in den einleitenden Bemerkungen zur Eingrenzung und Gliederung der Arbeit und zur Bedeutung unserer Themenstellung grundsätzlich gesagt haben, bedarf einer Präzisierung durch einen Blick auf den gegenwärtigen Forschungsstand im Lichte der wichtigsten Literatur der letzten 15–20 Jahre. Dabei wollen wir uns streng auf den Themenbereich ‚Blondel und der Modernismusstreit‘ beschränken. Ein eigener Literaturbericht zur Modernismusliteratur, unabhängig von Blondels Intervention bzw. zur Beschäftigung mit Blondel außerhalb seiner Stellungnahmen zum Modernismusstreit, ist von uns nicht intendiert (1). Es ist nun nicht zu übersehen, dass bereits einiges zur Aufarbeitung jener Schlüsselepoche moderner Theologie geleistet worden ist. Manches wurde zeitgeschichtlich, biographisch-werkgeschichtlich oder auch schon unter gezielt systematischen Leitfragen behandelt. Eine weitere Arbeit zu diesem Themenkomplex hat daher ihre Berechtigung darzutun.

Bei einem Blick auf die Forschungslage fällt nun auf, dass unser leitender Gesichtspunkt des geschichtlichen Vermittlungsproblems in jenem weiten Sinne, in dem er die Themen Methodenkritik, Hermeneutik und Traditionstheorie umfasst, zwar häufig mitthematisiert wird, aber noch kaum die volle, ihm gebührende Aufmerksamkeit erfahren hat. Bevor wir jedoch auf verschiedene neuere Einzelmonographien und Beiträge zu sprechen kommen, haben wir kurz auf drei einschlägige Arbeiten hinzuweisen, die scheinbar doch vollinhaltlich mit der von uns genannten Aufgabenstellung konvergieren (2). Es handelt sich um drei Titel, die vor unserem Betrachtungszeitraum liegen, nämlich um G. Martini, Cattolicesimo et storicismo (3), L. da Veiga Coutinho, Tradition et histoire dans la controverse moderniste (1898–1910) (4) sowie E. Poulat, Histoire,...

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