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Neue Ansätze, Analysen und Lesarten der phantastischen Literatur

Typische und atypische Repräsentationen - Frauen und phantastische Literatur - Einblick in die phantastische Stadtliteratur Wiens

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Karin Angela Rainer

Dieses Buch bietet neue Ansätze und einen umfassenden Überblick über das vielfältige Gebiet der phantastischen Literatur und ihrer benachbarten Bereiche. Im einführenden theoretischen Teil werden eine historische Darstellung sowie eine kritische Betrachtung verschiedener Theoriegebäude präsentiert. Im Sinne einer Wortfeldbestimmung werden verwandte Gattungen abgrenzend klassifiziert sowie der zwiespältige Konnex zu Buchhandel und Leserschaft behandelt. Der genuine Konflikt zwischen dem literarisierten Realitätsniveau und dem Phantastischen wird umrissen und an konkreten Fallbeispielen aufgearbeitet. In zwei eigenständigen Abschnitten beschäftigt sich die Autorin mit den Teilaspekten einer weiblichen phantastischen Literatur sowie mit Einblicken in die phantastische Stadtliteratur Wiens.
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7.2.4.3 Resümee

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Es gibt eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dir und uns. Eine entfernte, aber sie kann von Nutzen sein.

Eine Ähnlichkeit? Sophie stand unter dem Bann des Blickes und flüsterte beinahe.

Du bist viel gereist, fuhr Amaryllis Sternwieser fort. Ich weiß, sie winkte den Einspruch Sophies ab, daß es nicht die ganze Welt war, was du gesehen hast. Du hast einiges erlebt und das meiste vergessen. Du bist eine Meisterin im Vergessen. Aber, so wie wir nicht darum herumkommen, uns alles Gewesene zu erinnern, wenn auch nur von Zeit zu Zeit, wirst auch du dich erinnern müssen.744 ← 413 | 414 →

Die wundersamen Erklärungen Amaryllis´ steigern sich im Laufe des Gesprächs, die Eindrücke wandeln sich bei Sophie ins Traumhafte...

Alles ändert sich, aber kann man es so gehen lassen, wie es geht? (...) Auch unsere Künste bedürfen der Überprüfung. Sollen wir sie oder uns selbst verändern? Sollen wir emporsteigen zu den Wolken? (Und in diesem Augenblick kam es Sophie vor, als würde sich Amaryllis Sternwieser ein ganzes Stück von ihrem Platz erheben, ohne daß sie sich dabei bewegte.) Oder auf der Erde bleiben? (Und sie saß wieder fest auf ihrem Stuhl, so wie zuvor.) Sollen wir uns zurückziehen und nicht einmal Spuren hinterlassen, oder sollen wir einen neuen Weg gehen? Sollen wir helfen, oder uns selbst genügen? Was ist die vordringlichste Aufgabe deiner und unserer Künste? Erleichterung zu schaffen oder vor dem Übel...

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