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Neue Ansätze, Analysen und Lesarten der phantastischen Literatur

Typische und atypische Repräsentationen - Frauen und phantastische Literatur - Einblick in die phantastische Stadtliteratur Wiens

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Karin Angela Rainer

Dieses Buch bietet neue Ansätze und einen umfassenden Überblick über das vielfältige Gebiet der phantastischen Literatur und ihrer benachbarten Bereiche. Im einführenden theoretischen Teil werden eine historische Darstellung sowie eine kritische Betrachtung verschiedener Theoriegebäude präsentiert. Im Sinne einer Wortfeldbestimmung werden verwandte Gattungen abgrenzend klassifiziert sowie der zwiespältige Konnex zu Buchhandel und Leserschaft behandelt. Der genuine Konflikt zwischen dem literarisierten Realitätsniveau und dem Phantastischen wird umrissen und an konkreten Fallbeispielen aufgearbeitet. In zwei eigenständigen Abschnitten beschäftigt sich die Autorin mit den Teilaspekten einer weiblichen phantastischen Literatur sowie mit Einblicken in die phantastische Stadtliteratur Wiens.
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8 Wien und die phantastische Literatur

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Dieser ergänzende, auf der bisherigen Betrachtung aufbauende Exkurs, soll nun einen einerseits stärker fokussierten – also auf seinen Wien-Bezug konzentrierten – Bereich der phantastischen Literatur skizzieren. Andererseits soll in diesem Abschnitt durchaus auch über den in den Kapiteln 0 bis 0 dargestellten Horizont der phantastischen Literatur im engen Sinn hinausgeblickt und die verschiedenen, produktiven Manifestationen des phantastischen Formenkreises einbezogen werden. Die Betrachtung ist in jedem Fall äußerst ergiebig und lässt interessante Blickwinkel und Schlüsse im Hinblick auf die im Vorfeld breit aufgestellte Betrachtung zu. So gilt auch für dieses Kapitel analog zu einer Betrachtung der phantastischen Literatur in Österreich zwischen 1900 und 1930:

Ohne auf die Tradition der österreichischen Literatur im 19. Jahrhundert ausführlicher einzugehen, ist wohl augenfällig, daß im ausgehenden 19. Jahrhundert gerade nicht die naturalistischen Tendenzen in der Habsburger Monarchie Fuß gefaßt haben, (…). Ein Großteil der bis zum heutigen Tag literarisch und philologisch besonders ernstgenommenen Schriftsteller der Phantastik aus den 20er Jahren waren im groß-österreichischen Raum zu Hause (…).773

Um diesen Versuch eines fokussierten Überblicks sinnvoll zu strukturieren, müssen vorerst die verschiedenen Möglichkeiten und Hintergründe des Bezugs zur urbanen Erscheinung „Wien“ und ihre sozio-kulturellen Aspekten kurz skizziert werden. Erst darauf aufbauend können exemplarisch die unterschiedlichen Ausprägungen des Phantastischen in der Literarisierung sowie auch ihre (literatur-)historischen Aspekte und Zusammenhänge hervorgehoben, gewürdigt und dargestellt werden.

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