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Neue Ansätze, Analysen und Lesarten der phantastischen Literatur

Typische und atypische Repräsentationen - Frauen und phantastische Literatur - Einblick in die phantastische Stadtliteratur Wiens

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Karin Angela Rainer

Dieses Buch bietet neue Ansätze und einen umfassenden Überblick über das vielfältige Gebiet der phantastischen Literatur und ihrer benachbarten Bereiche. Im einführenden theoretischen Teil werden eine historische Darstellung sowie eine kritische Betrachtung verschiedener Theoriegebäude präsentiert. Im Sinne einer Wortfeldbestimmung werden verwandte Gattungen abgrenzend klassifiziert sowie der zwiespältige Konnex zu Buchhandel und Leserschaft behandelt. Der genuine Konflikt zwischen dem literarisierten Realitätsniveau und dem Phantastischen wird umrissen und an konkreten Fallbeispielen aufgearbeitet. In zwei eigenständigen Abschnitten beschäftigt sich die Autorin mit den Teilaspekten einer weiblichen phantastischen Literatur sowie mit Einblicken in die phantastische Stadtliteratur Wiens.
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Vorwort

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Bei einer Arbeit mit dem Schwerpunkt-Thema der phantastischen Literatur stellt sich natürlich zuerst die Frage nach der Notwendigkeit eines solchen Unternehmens. Zumindest aus meinem Blickwinkel zeigt sich in diesem Bereich der Literatur ein großer wissenschaftlicher Handlungsbedarf, wenn nicht gar ein Manko auf dem Gebiet der textimmanenten, objektiven Beschäftigung mit dieser oft vernachlässigten oder gar gering geschätzten1 Gattung. Alleine diese primären und absolut grundlegenden Überlegungen führten zu einer Fülle von weiteren aktuellen Fragen und teilweise auch Problemen, die sich bei eingehender Recherche einerseits klärten, die sich auf der anderen Seite jedoch zu vertiefen schienen, oder sich gar potenzierten und wuchsen.

Unter diesem, natürlich auch von persönlichem Interesse geleiteten, anfänglichen Hineinfühlen in eine hochinteressante und äußerst präsente Materie, entstand allmählich die Idee zu diesem Versuch einer Annäherung, da sich auch – trotz einiger mutiger und durchaus innovativer zeitgenössischer Studien und Veröffentlichungen neueren Datums – die Forschungslage nach wie vor als ausbaufähig herausgestellt hat.

Die Notwendigkeit einer weiteren Beschäftigung ergab sich auch wegen der immer noch schwammigen, sich teilweise widersprechenden Definitionen und der oft heftigen und beinahe leidenschaftlichen Diskussion, ob die phantastische Literatur – meinem Erklärungs- und Definitionsansatz folgend – überhaupt eine eigenständige Gattung im literaturwissenschaftlichen Sinn darstellt. Nur aufgrund der momentan wieder großen Popularität des Gebietes in weiten Bereichen von Kunst und Unterhaltungsmedien kann nicht a priori von einer selbstständigen Gattung ausgegangen werden, die...

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