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Repräsentationen des Ethischen

Festschrift für Joanna Jabłkowska- Herausgegeben von Kalina Kupczyńska und Artur Pełka

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Kalina Kupczynska and Artur Pelka

Im Mittelpunkt dieser Festschrift für Professorin Joanna Jabłkowska stehen Fragen, die im Zusammenhang mit dem kulturwissenschaftlichen ethical turn in der rezenten literaturwissenschaftlichen Forschung diskutiert werden. Der Zusammenhang zwischen Ethik und Literatur wird sowohl theoretisch erfasst als auch in zahlreichen Einzelanalysen literarischer Werke diskutiert. Die literaturwissenschaftliche Perspektive wird ergänzt durch philosophische und politische Betrachtungsweisen.
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Rückkehr zum Ethos? – Ansätze zur Erneuerung des Problemstücks bei Dea Loher

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Hans-Peter Bayerdörfer

1.

In den zurückliegenden Jahrzehnten seit 1990 schienen sich die Wege von Literatur und Theater, Text und Szene, Dramatik und neuer Bühnenkunst getrennt zu haben. Konstatiert wurde ein Schisma, das als unwiderruflich erscheinen sollte, obwohl die Produktion von Spieltexten literarisch nicht stagnierte und auch für die Bühnen auf vielerlei Weise zu neuen Ufern aufbrach.

Inzwischen gibt es eine kaum überschaubare Vielfalt von neuen Stücken aus der Feder zahlreicher junger Autoren, welche sich inhaltlich mit engagierter Verve ethischen und sozialen Themen widmen und zu innovativen Formen einer personal getragenen Dialogik zurückkehren. Natürlich geht es dabei keineswegs um naiven Moralismus und formalen Traditionalismus, sondern um allgemeine ethische Grundlagen sowie ethische Randlagen des sozialen Verhaltens unter heutigen gesellschaftlichen und politischen Umständen. Insofern ergeben sich auch Annäherungen an Textformen, die man früher dem engagierten Schreiben zugerechnet hat. Im gesamten Bereich der innovativen Bühnentexte überlagern sich ebenso literarische wie szenische Struktur-Angebote. Auf beiden Ebenen ist weithin absehbar, dass dialogisch-interpersonelle wie monologisch diegetische Verfahren für die Spielrollen den ästhetischen Aktionsraum bestimmen und höchst variable Prägungen zeitigen. Sie verhelfen dem gegenwärtigen Schauspieltheater zu großer innovativer Vielfalt.

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