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Literatur, Utopie und Lebenskunst

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Edited By Elzbieta Kapral and Karolina Sidowska

Den Kern des vorliegenden Bandes bilden die Beiträge, die an der interdisziplinären Konferenz Literatur und Utopie (Łódź 2012) präsentiert wurden. Der Band beinhaltet vor allem jene Texte, deren Autoren sich mit dem breit verstandenen Thema der Utopie in der Literatur befassten. Schon den Titeln der Beiträge lässt sich entnehmen, dass das Thema der Utopie in der Literatur vielschichtig und auf keinen Fall nur auf eine (literarische) Epoche festzulegen ist. Die einzelnen Texte und die unterschiedlichsten Herangehensweisen der Autoren an die im Titel des Bandes angesprochene Problematik weisen auf dieses Facettenreichtum hin und liefern Inspiration zu einer intensiveren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema.
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Arbeit, Verzicht und Entsagung als Ausdrucksmittel der Inneren Emigration Ernst Wiecherts in seinem Roman Das einfache Leben. Innerlichkeit versus das Dritte Reich

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Marcin Gołaszewski

[E]s [gibt] für unsereinen nur eines […], um den Untergang zu bestehen: die Arbeit. Das heißt Flucht in eine andere Welt oder die Verwandlung dieser zerfallenen Welt in eine der Wahrheit und der letzten Gerechtigkeit.1

Ernst Wiechert schrieb den Roman Das einfache Leben in der Zeit vom 16. November 1938 bis zum 23. Januar 1939.2 Dies war nicht nur das letzte Werk des Dichters vor seinem endgültigen Rückzug in die ‚Innere Emigration‘, sondern es bedeutete für ihn zugleich auch eine besondere Zäsur in seiner schriftstellerischen und dichterischen Tätigkeit. Mit diesem Werk zog sich Ernst Wiechert in die Welt seiner Erinnerungen, in die Stille der ostpreußischen Wälder, welche seine Heimat und geistige Zufluchtsstätte zugleich waren. Arbeit, Verzicht und Entsagung wurden zu Idealen seines Lebens und seiner Askese, mit der er versucht hat, sich der öffentlichen und politischen Wirklichkeit des Dritten Reiches zu entziehen.

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