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Christentum und Menschenrechte in Europa

Perspektiven und Debatten in Ost und West

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Edited By Vasilios N. Makrides, Jennifer Wasmuth and Stefan Kube

Der Band geht auf eine internationale Konferenz in Erfurt zurück und ist den aktuellen Beziehungen zwischen Christentum und Menschenrechten in Europa gewidmet. Die Veröffentlichung der offiziellen Position der Russischen Orthodoxen Kirche zu den Menschenrechten im Jahre 2008 hat der Diskussion eine neue Dynamik verliehen und intensive Debatten in Ost- und Westeuropa ausgelöst. Die verschiedenen Beiträge behandeln einerseits das russische orthodoxe Dokument zu den Menschenrechten in seinen diversen Dimensionen, sowohl im russischen und breiteren orthodoxen Kontext als auch in seinem Verhältnis zu den westlichen christlichen Kirchen und europäischen säkularen Akteuren und Institutionen. Andererseits werden Positionen zu den Menschenrechten aus katholischer und evangelischer Sicht auf prägnante Weise präsentiert und die Ambivalenzen des modernen Menschenrechtsdiskurses zwischen Säkularismus und Religion thematisiert.
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Vorwort

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Der vorliegende Sammelband geht auf eine internationale Tagung zurück, die von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) in Berlin, dem größten Verbund der Osteuropaforschung im deutsch-sprachigen Raum, und deren Fachgruppe Religion sowie vom Lehrstuhl für Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum) an der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt organisiert wurde. Großzügige finanzielle Unterstützung erfuhr die Tagung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Konferenz, an der Wissenschaftler/innen aus verschiedenen Ländern teilnahmen, fand am 10. und 11. Dezember 2010 in Erfurt statt und widmete sich dem Thema „Christentum und Menschenrechte: Aktuelle Debatten in Ost und West“, ein Thema, das bis heute nicht an Relevanz und Brisanz verloren hat.

Die Beiträge und Diskussionen gaben neue Impulse für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Problematik der Beziehungen zwischen Christentum und Menschenrechten, besonders in Europa, aber auch im internationalen Vergleich. Daraus erwuchs auch die Idee einer Publikation der Tagungsbeiträge, die mit der vorliegenden Schrift in der Buchreihe „Erfurter Studien zur Kulturgeschichte des Orthodoxen Christentums“ nun zugänglich gemacht werden.

Leider war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, alle Beiträge der Tagung in einer überarbeiteten, schriftlichen Form zusammenzutragen und in diesem Band aufzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel der öffentliche Abendvortrag „Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte“ von Hans Joas (dem damaligen Dekan des Max-Weber-Kollegs in Erfurt), dessen Ideen jedoch im bereits erschienenen, gleichnamigen Buch enthalten sind. Stattdessen konnten die Herausgeber weitere Beitr...

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