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Jahrbuch 2012/2013

Herausgegeben im Auftrag des Vorstandes von Martin Heger

Series:

Berliner Wissenschaftliche

Mit diesem Jahrbuch informiert die gemeinnützige Gesellschaft im 40. Jahr ihres Bestehens über ihre Aufgaben und Ziele. Sie pflegt und fördert mit ihren 325 Mitgliedern die Zusammenarbeit unter den im Großraum Berlin tätigen Wissenschaftlern aller Disziplinen und Institutionen, bietet besonders dem Nachwuchs aller Fächer ein Diskussionsforum, verleiht Preise für ausgezeichnete Leistungen und greift in die hochschulpolitischen Auseinandersetzungen ein, um der Politik und der Öffentlichkeit eine bessere Meinungsbildung zu ermöglichen. Im Verlauf des Jahres werden Vorträge aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen angeboten.
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Der Suizid der Sowjetunion oder die Selbstbefreiung ihrer Völker

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Helmut Wagner

Am 21. Dezember 2011 jährte sich zum 20. Mal das formelle Ende der Sowjetunion.1 Aus diesem Anlass hat in Krakau eine internationale Konferenz stattgefunden. Sie hatte zwei Schwerpunkte: den Untergang der Sowjetunion sowie seine Folgen für Europa und die Welt. Im Folgenden werde ich aus Gründen einer mir sinnvoll erscheinenden Begrenzung des von mir zu behandelnden Gegenstandes lediglich auf den ersten Teil des Themas, die Auflösung der Sowjetunion, zu sprechen kommen. Ich werde nicht versuchen, im Einzelnen darzulegen, weshalb es zu diesem in der Tat welthistorischen, weil die ganze Welt bewegenden Ereignis gekommen ist, sondern lediglich bestrebt sein, den Ablauf dieses Vorganges, des Untergang eines „Imperiums“, anhand von Zeitzeugen darzustellen, daraus sieben Schlüsse zu ziehen und außerdem auf drei parallele Vorgänge in der modernen europäischen Geschichte aufmerksam zu machen.

Dabei werde ich so vorgehen, dass ich zunächst drei vom Ende der Sowjetunion unmittelbar betroffene russische Politiker, nämlich Wladimir Wladimirowitsch Putin, Michail Sergejewitsch Gorbatschow und Alexander Nikolajewitsch Jakowlew, zu Wort kommen lassen und dass ich dann ihren Ansichten diejenigen von drei deutschen Beobachtern, nämlich von Ulrich Druwe, Gerhard Simon und Helmut Altrichter, zur Seite stellen werde. Sodann beabsichtige ich, in aller Kürze meine eigene Wahrnehmung des Zerfalls der Sowjetunion darzulegen und auf den Kommentar des US-amerikanischen Russland-Spezialisten Robert Strayer einzugehen. Diesen Vorgang, den Untergang des sowjetischen Imperiums, werde ich zum Schluss in Beziehung zu drei im Europa des 20. Jahrhunderts erfolgten...

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