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Jahrbuch 2012/2013

Herausgegeben im Auftrag des Vorstandes von Martin Heger

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Edited By Berliner Wissenschaftliche

Mit diesem Jahrbuch informiert die gemeinnützige Gesellschaft im 40. Jahr ihres Bestehens über ihre Aufgaben und Ziele. Sie pflegt und fördert mit ihren 325 Mitgliedern die Zusammenarbeit unter den im Großraum Berlin tätigen Wissenschaftlern aller Disziplinen und Institutionen, bietet besonders dem Nachwuchs aller Fächer ein Diskussionsforum, verleiht Preise für ausgezeichnete Leistungen und greift in die hochschulpolitischen Auseinandersetzungen ein, um der Politik und der Öffentlichkeit eine bessere Meinungsbildung zu ermöglichen. Im Verlauf des Jahres werden Vorträge aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen angeboten.
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Promotionspreis der Technologiestiftung Berlin 2012: Wie kleine Substanzen die Bildung schädlicher Alzheimer-Peptide verhindern

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Luise Richter

Wer an der Alzheimer-Krankheit leidet, verliert unaufhaltsam die eigene Lebensvergangenheit und vergisst nach und nach alles, was er in seinem Leben gelernt und kennengelernt hat: Namen vertrauter Personen, bedeutende Ereignisse und Momente des Lebens – selbst die eigenen Familienangehörigen oder gewohnte Orte sind plötzlich fremd. Neben solchen Gedächtnis- und Orientierungsstörungen kennzeichnen auch Störungen des Denk- und Urteilsvermögens das Krankheitsbild. Häufig sind zudem die Sprache und weitere höhere Hirnleistungen beeinträchtigt, so dass zunehmend eine Wesensveränderung sowie allgemeine Auffälligkeiten im Verhalten in den Vordergrund treten. Im fortgeschrittenen Stadium besteht ein hochgradiger geistiger Abbau; die Patienten sind bettlägerig, inkontinent und auf permanente Betreuung angewiesen. Die Alzheimer-Krankheit ist damit nicht nur ein schwerwiegendes persönliches Schicksal, sondern hat auch in sozialer und sozioökonomischer Hinsicht weitreichende Folgen.

Die Alzheimer-Krankheit, auch Morbus Alzheimer genannt, ist eine langsam voranschreitende Erkrankung des Nervensystems und stellt die häufigste Ursache der Demenz dar. Gegenwärtig sind über 35 Millionen Menschen weltweit von einer Demenz betroffen. In Deutschland allein leben derzeit etwa 1,2 Millionen Demenzkranke; die überwiegende Mehrheit von ihnen leidet an der Alzheimer-Krankheit. Aufgrund der durchschnittlich stark ansteigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen immer größer werdenden Zahl älterer Menschen, wird die Zahl der Demenzkranken in den nächsten Jahren dramatisch zunehmen, sofern kein Durchbruch in der Prävention und Therapie gelingt. Experten schätzen die weltweite...

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