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Privatisierung und Diversifizierung im Strafvollzug

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Eun Meeh Cho

Zur Entschärfung bedrängender Vollzugsproblematik wird in der Gegenwart neben den Alternativen zur Freiheitsstrafe zunehmend auf die Privatisierung der Justizvollzugsanstalt verwiesen. Auf internationaler Ebene nimmt man die Entwicklung der Privatisierung des Strafvollzugs längst ernst: Inzwischen sind in den USA, England, Neuseeland, Australien, zwei Provinzen in Kanada, Südafrika, Chile und Japan private oder teilprivatisierte Justizvollzugsanstalten in Betrieb. In Südkorea und Brasilien haben die Regierungen Verträge mit den religiösen Gemeinschaften über den Betrieb von Justizvollzugsanstalten abgeschlossen. Diese Arbeit befasst sich mit dem Ziel des Vollzugs in privaten Justizvollzugsanstalten.
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6 Die Einführung der christlich-privaten Justizvollzugsanstalt in Südkorea

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6.  Die Einführung der christlich-privaten Justizvollzugsanstalt in Südkorea

6.1  Hintergründe der Privatisierung der Justizvollzugsanstalt

6.1.1  Gegenwart des Strafvollzugs in Südkorea

In Südkorea gibt es keine besonderen Gründe, so wie in anderen Ländern, eine private Justizvollzugsanstalt einzuführen. Allerdings haben während wirtschaftlicher Krise Straftaten aus ökonomischen Gründen tatsächlich ständig zugenommen. Bei der wirtschaftlichen Krise 1997/98 hatte die Regierung kein soziales Netz, so dass die Krise die soziale Situation zunehmend verschlechtert hatte. Soziale Konflikte und soziale Unsicherheit brachten eine höhere Kriminalitätsrate und diverse damit verbundene, schlechte Umgangsformen.

In diesem Zusammenhang bemühte sich die südkoreanische Regierung besonders um Programme zur Resozialisierung. Dabei steht die Wiedereingliederung der aus der Haft Entlassenen in die Gesellschaft im Vordergrund. Dieses geschieht hauptsächlich durch eine Berufstätigkeit und Beteiligung der Bürger am Strafvollzugssystem.468 Trotz aller Bemühungen des Staats bleibt es in der Tat jedoch schwierig, die Anzahl der Überbelegung in den Justizvollzugsanstalten zu reduzieren.

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