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Karl Barth und Isaak August Dorner

Eine Untersuchung zu Barths Rezeption der Theologie Dorners

Series:

Sang Eun Lee

Die Studie befasst sich mit Karl Barths (1886-1968) Rezeption der Theologie Isaak August Dorners (1809-1884). Sie untersucht, wie sich Barth, ein dialektischer Theologe, zu einem in Schleiermachers Tradition stehenden Vermittlungstheologen verhält. Barths Rezeption der Theologie Dorners erfolgte von seiner frühen Münsteraner Zeit (1926) bis zum Ende der 30er Jahre. Einerseits steht Barth in dieser Zeit aufgrund seiner schon vorher feststellbaren Entwicklung als dialektischer Theologe der neuprotestantischen Theologie kritisch gegenüber und er problematisiert Dorners Theologie, da sie die anthropozentrische, spekulative Theologie der Neuzeit nicht überwinden konnte. Andererseits nimmt er in Dorners Theologie eine Möglichkeit zur adäquaten Erfassung der Souveränität Gottes wahr. Das gilt besonders für dessen Trinitätslehre.
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Vorwort des Reihenherausgebers

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Isaak August Dorner ist immer noch ein „Geheimtipp“ für theologiegeschichtliche und systematisch-theologische Arbeit, obwohl Jürgen Moltmann, Wolfhart Pannenberg und andere auf seinen großen Einfluss auf die Gottes- und Trinitätslehre im Allgemeinen und auf Karl Barths Denken im Besonderen hingewiesen haben.

Dieses Buch von Herrn Sang Eun Lee verfolgt zunächst Barths Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Theologie Dorners in seiner Münsteraner Zeit. Barth sieht Dorner als den „‚an Geist, Einsicht und Darstellungskraft schlechthin bedeutendsten’“ Theologen seit Schleiermacher an. Herr Lee untersucht darüber hinaus nicht nur die Bezugnahmen auf Dorner in Barths Münsteraner Vorträgen und Aufsätzen sowie in der Münsteraner Dogmatik (1927) und der theologiegeschichtlichen Vorlesung. Anhand der vornehmlich kritischen Würdigungen Dorners in Barths Ethik-Vorlesung von 1928 gewinnt er eine wesentlich tiefere und nuanciertere Sicht der Dorner-Rezeption bei Barth, als sie in der bisherigen Forschungsliteratur vorliegt.

Der zweite Teil des Buches widmet sich dem Vergleich der Trinitätslehren bei Barth und Dorner. Herr Lee macht deutlich, mit welcher Subtilität Dorner die Auseinandersetzung mit klassischen und zeitgenössischen Theologen sucht; er zeigt aber auch, warum Dorner letztlich einer spekulativen Theologie und einer Reflexionsphilosophie verhaftet bleibt. Er legt nahe zu sehen, dass Barth dennoch von „Dorners Grundidee, (Gott sei) die absolute Persönlichkeit in drei Seinsweisen“, stark beeindruckt ist. Beide Theologen sieht er vom Konzept der „Subjektivität Gottes“ geprägt. Treffend summiert er: „Die Offenbarung der Herrschaft Gottes ist für Barth wesentlich,...

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