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Bankertrag und Bevölkerungsdynamik

Eine empirische Untersuchung für deutsche Sparkassen

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Marco Oestmann

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den quantitativen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die zukünftige Ertragslage der deutschen Sparkassen. Hierzu wird ein mikroökonometrisch fundiertes Simulationsmodell genutzt, in das neben offiziellen Bevölkerungsprognosen ein neuartiger, detaillierter Datensatz von knapp 2,5 Millionen Kunden elf deutscher Sparkassen einfließt. Für verschiedene Szenarien werden aus dem Modell Prognosen der Kunden- und Ertragsentwicklung für den deutschen Sparkassensektor bis 2025 auf NUTS II-Ebene abgeleitet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für den Sparkassensektor insgesamt eine recht stabile Ertragssituation zu erwarten ist. Für einige Regionen, insbesondere in Ostdeutschland, ergibt sich dagegen eine existenzgefährdende Ertragserosion.
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5 Datenbasis

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5.1 Individualkundendaten

Zur Durchführung der Analyse werden anonymisierte Individualkundendaten aus dem Privatkundensegment von elf deutschen Sparkassen herangezogen. Wegen der Sensibilität der Daten und der Untersuchungsergebnisse wurde mit den beteiligten Sparkassen vereinbart, dass keine Rückschlüsse auf die beteiligten Institute möglich sein dürfen. Deshalb werden im Folgenden zur Bezeichnung der Sparkassen lediglich die Ziffern 1 bis 11 verwendet.

Ein Privatkunde wird gemäß der Kundensystematik der Sparkassen als inländische wirtschaftlich unselbstständige natürliche Personen definiert, d.h. selbstständige Einzelunternehmer fallen aus der Betrachtung heraus. Der Stichtag der Datenerhebung war der 31.12.2006. Für drei Sparkassen war es aus technischen Gründen nicht möglich, die Daten zu diesem Zeitpunkt zu rekonstruieren, so dass hier auf neuere Daten vom 31.12 2007 zurückgegriffen wurde. In Tabelle 4 sind die Informationen zusammen gestellt, die für jeden Privatkunden der elf beteiligten Kreditinstitute erhoben worden sind.

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