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Wirtschaftsmacht Afrika

Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven

Edited By Salua Nour and Ekkehard Münzing

Mit diesem Sammelband wird ein Beitrag zur aktuell kontrovers geführten Debatte über die Potenziale und Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Subsahara-Afrikas geleistet. Anders als die vom pessimistischen Diskurs oder von Schönfärberei geprägten Untersuchungen der Probleme und Chancen dieser Region basieren die Analysen von 20 renommierten Afrika-Experten in diesem Sammelband auf der Absicht, die Ursachen für den chronischen Widerspruch zwischen dem Reichtum dieser Region an Produktionsfaktoren und der Perpetuierung ihrer Lage als Hauptkrisenregion im weltweiten Vergleich aufzudecken. Ausgehend von der Bestimmung ihrer Potenziale werden zwei Fragen erörtert: a) nach den vielfältigen Faktoren, die deren Nutzung behindern, und b) nach der Möglichkeit der Überwindung dieser Faktoren.
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Vom Rohstoffreichtum zur Industrialisierung des „Herzens der Finsternis“: Der Fall der Demokratischen Republik Kongo

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Lena Guesnet / Henry Schrader

Vorbemerkung der Herausgeberin70

In diesem Beitrag werden die Verhältnisse ausgeleuchtet, die die Industrialisierung des zweitgrößten Landes Afrikas, der Demokratischen Republik Kongo (Kongo), seines unermesslichen Rohstoffreichtums zum Trotz behindert haben.

Der Beitrag enthält eine realistische Abbildung der Verhältnisse in dieser Konfliktregion und informiert über einen Strang von Wirkungszusammenhängen, der im Kongo die Nutzung des Rohstoffreichtums für produktive Zwecke verhindert. Die Schwäche des Staates, die Begierden internationaler Akteure bezüglich der Rohstoffe in dieser Region und die Macht der Gewaltakteure, die von diesen unterstützt werden, sind die Determinanten eines Teufelskreises, in dem sich der Kongo, als rohstoffreichstes und gleichzeitig ärmstes Land Subsahara-Afrikas offensichtlich dreht. In Anbetracht dieses Teufelskreises scheint es für den Kongo keine Perspektive in naher Zukunft auf die Beendigung der institutionalisierten Plünderung seiner Rohstoffe und somit auf seine Industrialisierung mit Hilfe des Rohstoffeinkommens zu geben.

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