Show Less
Restricted access

Das dingliche Vorkaufsrecht

Ausübung eines Vorkaufsrechts nach dem VermG

Series:

Henry Posselt

Auf Grundlage des VermG sind zahlreiche Vorkaufsrechte in die Grundbücher gelangt. Dieses Buch untersucht daher umfassend die Ausübung eines solchen Vorkaufsrechts. Im Vordergrund stehen dabei die Ausübungsregeln des BGB, welche auf die Eigenheiten eines Vorkaufsrechts nach dem VermG abgestimmt werden. Dies verändert den Blickwinkel auf bekannte Problemfelder. Vorhandene Lösungsmodelle werden überprüft, angepasst und bei Bedarf durch neue Modelle ersetzt. Die Vorkaufsrechte nach dem VermG sind dingliche Vorkaufsrechte für den ersten Verkaufsfall. Der Autor bietet deshalb eine aktuelle Bestandsaufnahme zu Rechtsnatur und Ausübung dinglicher Vorkaufsrechte allgemein.
Show Summary Details
Restricted access

E. Rechtsfolgen der Ausübung des Vorkaufsrechts

Extract

← 158 | 159 →

E.  Rechtsfolgen der Ausübung des Vorkaufsrechts

365  Auch die Rechtsfolgen der Ausübung des Vorkaufsrechts regelt das Vermögensgesetz durch Verweisung auf die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs in §§ 20 a S. 5, 20 Abs. 8 VermG.

I. Einleitung

366  Weil es sich um dingliches Recht handelt, entsteht durch die Ausübung eines Vorkaufsrechts nach dem Vermögensgesetz auch ein Rechtsverhältnis zwischen Berechtigtem und Drittem; da beide in rechtlicher Beziehung zum Verpflichteten stehen, führt die Ausübung des Vorkaufsrechts zu einem Dreiecksverhältnis. Wie auch bei anderen Dreiecksverhältnissen sind die Rechtsbeziehungen miteinander verwoben; Sachfragen stellen sich übergreifend und bedürfen einer in den einzelnen Rechtsverhältnissen abgestimmten Lösung. Für den Fortgang der Untersuchung ist daher zu entscheiden, ob die Sachfragen oder die Rechtsbeziehungen im Vordergrund stehen sollen; Letztere Ausrichtung der Untersuchung verdient den Vorzug, weil diese leistungsfähiger ist. Den Sachfragen fehlt es an Kontur; so lässt sich bspw. die Zahlung des Kaufpreises nicht von dessen Erstattung trennen. Auch stellen sich die Sachfragen nicht in jedem der Rechtsverhältnisse in gleicher Weise; bspw. ist der Vertragsinhalt ausschließlich ein Problem im Verhältnis zwischen Berechtigtem und Verpflichtetem, die Frage nach Herausgabe- und Nutzungsersatz stellt sich im Verhältnis zwischen Berechtigtem und Drittem ganz anders als im Verhältnis zwischen Verpflichtetem und Drittem. Der Überblick über das einzelne Rechtsverhältnis ist schließlich auch für die Beteiligten wichtiger als eine übergreifende Betrachtung der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.