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Zukunftsmaschinen in der Chemie

Kernmagnetische Resonanz bis 1980

Thomas Steinhauser

Zukunftsmaschinen in der Chemie zeigt am Beispiel der kernmagnetischen Resonanz (NMR), wie elektronische Instrumente und die mit ihnen verbundenen Methoden zu einem Kerngebiet der modernen Chemie wurden. Den Leitfaden der Analyse knüpfen die Aktivitäten der Firmen Varian Associates (USA) und Bruker-Spectrospin (Deutschland/Schweiz). Das Netzwerk der NMR umfasste aber nicht nur diese Zentren der Instrumentenentwicklung, sondern dehnte sich immer weiter aus. Mit Hilfe vielfältiger Quellen werden wichtige Personengruppen, Institutionen und Ideen beschrieben, welche die NMR zu einem eigenständigen Wissensgebiet formten. Einigen der Akteure wurde in historischen Arbeiten bisher nur wenig Beachtung geschenkt, dennoch ist ohne sie die Entwicklung der modernen Chemie und Naturwissenschaft insgesamt kaum zu verstehen.
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2. Die NMR wandert in die Chemie

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In den zwei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten eine Reihe überwiegend spektroskopischer Analysenmethoden die chemische Praxis grundlegend und rasant. Schon zeitgenössische Chemiker reagierten darauf und versuchten die chemische Ausbildung dementsprechend zu verändern. In der Auflage von 1964 bemerkten die Autoren eines seit 1935 erscheinenden Lehrbuches zur Analyse organisch-chemischer Substanzen:128

Twenty-eight years after the publication of the first edition of this textbook, interest in laboratory experiments concerned with the identification of organic compounds as a teaching device continues at a high level. At the same time methods of carrying out organic research have undergone a dramatic revolution with the introduction of spectral methods of analysis, including mass spectrometry, and with the techniques of chromatography and particularly gas-phase chromatography as methods of separation and identification. X-ray crystallography is beginning to be used extensively as the ultimate means of determining structures of complex molecules. [...] The advent of the instrumental methods mentioned above leads to the possibility of development of the course in identification of organic compounds into a treatment primarily of instrumental analysis. It is now quite possible to identify many unknowns without recourse to chemical reactions at all because of the advances in instrumentation.

Obwohl in diesem eher konservativ ausgelegten, einführenden Lehrbuch aus pädagogischen Gründen die Bedeutung der klassischen chemischen Methoden auch weiterhin unterstrichen wurde, war den spektroskopischen Methoden ein eigenes Kapitel gewidmet, das 1964 um einen neuen Bereich erweitert wurde:129

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