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Der Baltistenkreis zu Berlin e.V. und seine Vorgängereinrichtung

Unter Mitarbeit von Artūras Judžentis, Helmut Wilhelm Schaller, Stephan Kessler und Jolanta Guesdon-Vaičiūnaitė

Rainer Eckert

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Baltistenkreises zu Berlin und seiner Vorgängereinrichtung, der Kommission zum Studium der balto-slawischen Beziehungen beim Nationalkomitee der Slawisten der DDR (1964 bis 1990), liefert das Buch eine Gesamtdarstellung des ehrenamtlichen Wirkens einer Gruppe von Wissenschaftlern (Baltisten) und Freunden der Baltistik. Dabei geht es um die Erforschung und Verbreitung der Kenntnisse über die baltischen Sprachen (Litauisch, Lettisch und Altpreußisch), um ihre reiche Kultur und Geschichte. Die Tradition der deutsch-baltischen Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart wird vielseitig beleuchtet. Als Anhang publiziert und kommentiert Rainer Eckert u. a. die Tagesordnungen der 116 durchgeführten Baltistenkonferenzen sowie vier Vorträge der 100. Baltistenkonferenz im Jahre 2006.
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Kapitel I: Der Baltistenkreis zu Berlin und seine Geschichte

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Kapitel I:   Der Baltistenkreis zu Berlin und seine Geschichte

Der Baltistenkreis zu Berlin, seit 2003 ein eingetragener Verein, kann heute auf eine ein halbes Jahrhundert währende Geschichte zurückblicken, was ein besonderer Grund ist, über diese einzigartige, allein auf der Initiative seiner Mitglieder beruhende Einrichtung in unserer Hauptstadt zu berichten, zumal uns zu keiner Zeit ein festes Publikationsorgan zur Verfügung stand und nur mehr oder weniger sporadisch über seine Tätigkeit etwas zu lesen war.1 Die großen gesellschaftlichen ← 11 | 12 → Veränderungen Ende der 1980er Anfang der 1990er Jahre, die mit der Auflösung der autoritären Regime in Mittel- und Osteuropa und dem Zerfall der Sowjetunion in Verbindung standen und die schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands führten, hatten natürlich entscheidende Auswirkungen auf Organisation und Tätigkeit des Kreises: Von 1964 bis 1990 war eine Kommission zum Studium der balto-slawischen Beziehungen beim Nationalkomitee der Slawisten der DDR (im weiteren kurz Kommission oder Baltistikkommission genannt) tätig, danach bis zum heutigen Tage der Baltistenkreis zu Berlin (seit 2003 als eingetragener Verein). Es spricht für die solide wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Aufgabenstellung und für den unermüdlichen Enthusiasmus der Mitglieder, dass in der Zeit der großen gesellschaftlichen Umwälzung 1989/1990 keine Pause in der Tätigkeit der Baltisten und ihrer Freunde entstand und kontinuierlich die Arbeit fortgesetzt wurde, wenngleich natürlich unter den neuen Bedingungen der Wiederherstellung der Souveränität der baltischen Republiken Litauen und Lettland.

Im Folgenden wird...

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