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Die Vereinten Nationen sechs Jahrzehnte nach ihrer Gründung

Bilanz und Reformperspektiven

Hans Jürgen Münk

Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen in Kraft. Die damals auf dem Hintergrund der Leiderfahrungen des Zweiten Weltkrieges festgeschriebenen Ziele haben auch heute in einer Zeit der beschleunigten Globalisierung und massiver Weltprobleme nichts an Aktualität eingebüßt. Nach sechs Jahrzehnten ihres Bestehens kann die UNO auf Erfolge zurückblicken; sie muss aber auch Misserfolge eingestehen. Neue Aufgaben sind im Laufe der Zeit hinzugekommen. Gleichzeitig offenbart sich in verschiedenen Bereichen Reformbedarf. Wie sieht die Bilanz der Vereinten Nationen im Hinblick auf Friedenssicherung, Menschenrechtsschutz und Internationale Strafgerichtsbarkeit aus? Welche Reformperspektiven ergeben sich? Und welche Rolle könnten die Vereinten Nationen künftig in der Weltgesellschaft spielen? Diesen und weiteren Fragen wird im vorliegenden Sammelband aus der Perspektive verschiedener Disziplinen nachgegangen.
Aus dem Inhalt: Markus Babo: Einführung – Martina Caroni/Tobias D. Meyer: Vom Kriegsbündnis zur Sicherung des Weltfriedens und der Förderung der Menschenrechte - Entstehung und Gründungsziele der Vereinten Nationen – Felix Bommer: Strafzwecke im Völkerstrafrecht – Florian Jeßberger: Universelle Strafgerichtsbarkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit - oder: Warum man sich in Karlsruhe für Donald Rumsfeld (nicht) interessiert – Eckart Klein/Marten Breuer: (Un-)Vollendete Reformschritte in den Vereinten Nationen: die Beispiele Sicherheitsrat und Menschenrechtsrat – Enno Rudolph: Die Vereinten Nationen - ein Schritt zur Institutionalisierung des Weltbürgertums? Ein Dialog mit Kant in sechs Thesen – Rudolf Stichweh: Dimensionen des Weltstaats im System der Weltpolitik – Christian Wenaweser: Ein neuer Anlauf zur Erweiterung des Sicherheitsrats? – Hans Bachofner: UNO - Peacekeeping – Albert A. Stahel: UNO - Peacekeeping: Einsatz der UNO zur Friedenssicherung.