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KRITERIEN WAHRER UND FALSCHER PROPHETIE

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Gerhard Münderlein

In der Geschichte der Theologie ist immer wieder nach Massstäben gesucht worden, die eine klare Unterscheidung der Geister ermöglichen oder - auf das Alte Testament bezogen - die Differenz zwischen wahren und falschen Propheten deutlich machen. Das Ergebnis dieser Versuche ist negativ, weil sich, wie heute allgemein anerkannt ist, keine objektiven Unterscheidungskriterien finden lassen. Bei dieser Einsicht setzt die vorliegende Untersuchung ein und fragt, welche Funktion die im Alten Testament aufgeführten Kriterien haben, um schliesslich zu klären, ob die Unterscheidungskriterien evtl. auf tastende Versuche zurückgehen, einen Massstab zur Unterscheidung der Propheten zu entwickeln, während die Kontrahenten selbst objektive Unterscheidungsmerkmale nicht kennen. Die Untersuchung würde damit ermöglichen, auf Grund der Argumentationsweise zwischen dem Prophetenwort und seiner nachträglichen Bearbeitung zu unterscheiden.