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Drama des Skandals und der Angst im 20. Jahrhundert: Edward Albee, Harold Pinter, Eugène Ionesco, Jean Genet

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Mine Krause

Bis heute ist der Begriff Theater des Absurden, den Martin Esslin 1961 in seinem gleichnamigen Standardwerk prägte, umstritten. Als Ergänzung wird in dieser Arbeit die Bezeichnung Drama des Skandals und der Angst vorgeschlagen. Trotz unterschiedlicher kultureller Hintergründe beobachten Edward Albee, Harold Pinter, Eugène Ionesco und Jean Genet den gleichen Werteverfall und stellen diesen auf der Bühne zur Schau. Für den Zusammenbruch der staatlichen, familiären und religiösen Ordnung sorgen in ihren Stücken Eindringlinge, die ihre Opfer mit dem metaphysischen Skandal der freien Wahl konfrontieren. Dadurch lösen sie bei den orientierungslosen Figuren existentielle Ängste und Verdrängungsmechanismen aus. Ein Reifen am Absurden im Camus’schen Sinne wird so unmöglich.
Mine Krause, geboren 1981, absolvierte nach ihrem B.A.-Studium in englischer Sprach- und Literaturwissenschaft sowie in Interkultureller Germanistik ihren Master in Intercultural Anglophone Studies. 2009 schloss sie ihre Doppelpromotion an den Universitäten Bayreuth und Pau ab. Seit 2008 ist sie als SEO-Redakteurin in Paris tätig.