Show Less
Restricted access

Unkonventionelle Betrachtungsweisen zur Wirtschaftskrise

Von Haien, Heuschrecken und anderem Getier

Uwe Petersen

Die Wirtschaftskrisenphänomene erfordern eine unkonventionelle Beurteilung und entsprechend unkonventionelle Lösungsansätze. Denn nach üblicher wirtschaftspolitischer Analyse bleiben die Phänomene unverständlich und greifen die gängigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen nur, wenn sie zur Verhinderung wirtschaftlicher Katastrophen – ebenfalls unkonventionell – so massiv zum Einsatz kommen, wie die 750 Mrd. € zur Stützung der gefährdeten Länder der Eurozone. Die enorm wachsenden Staatsschulden und finanziellen Risikoübernahmen machen die Weltwirtschaft aber immer krisenanfälliger. Solange die Wirtschaft florierte, galten die Wirtschaftsbosse als Leit- und Vorbilder. Analysiert man jedoch, wie sie die Krisenerscheinungen zeitigten, dann erscheinen die Großen Tiere der Wirtschaft als Haie, Heuschrecken und anderes Getier. Die komplexen Krisenaspekte werden als Aphorismen dargestellt, die zusammen jedoch ein Gesamtbild der wirtschaftlichen Situation ergeben.
Inhalt: Vermögens- und Einkommensdisparität – Privater Reichtum/öffentliche Armut – Warum Wirtschaftswachstum? – Schuldbeziehungen und Wirtschaftsentwicklung – Schuldenabbau und Gläubigerverhalten – Shareholder Value-Mentalität und Heuschrecken – Schmeißfliegen des Kapitalmarktes – Zerstörung der Wirtschaftsethik – Wirtschaftsethisch vertretbare Managervergütung – Mehr Netto vom Brutto - das Patentrezept der Liberalen – Eine Solonische Entschuldung der öffentlichen Hände – Privatisierung oder stärkere Resozialisierung?