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Kannibalismus und Kultur

Zu einer Poetik des Tabubruchs in der Fiktion – Drama, Comic und Film

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Anja Saupe

Die Arbeit geht am Beispiel des Kannibalismus der Frage nach, welche Funktionen fiktionale Tabubrüche für eine Darstellung der Kultur haben. Dazu werden Texte unterschiedlicher Medien – Dramen der Weltliteratur sowie Spielfilme und Comics der Populär- und Subkultur – in textnaher Weise untersucht und miteinander sowie mit den Rekonstruktionen von Kannibalismus in nichtfiktionalen Texten verglichen. Die Untersuchung zeigt drei Funktionen fiktionaler Tabubrüche: die kulturzerstörende, kulturverdeutlichende und kulturerneuernde. Als zentraler Unterschied der fiktionalen zu den nichtfiktionalen Darstellungen von Kannibalismus wird eine kritische Sicht der kulturellen Ordnung aus der Perspektive des Individuums bestimmt.
Inhalt: Grundlegung – Kannibalismus in der Psychoanalyse und der Ethnologie – Kannibalismus in dramatischen Texten von Seneca, Shakespeare, Gerstenberg, Kleist, Williams, Arrabal und Silver – Kannibalismus in fiktionalen Medienproduktionen – Didaktische Perspektiven fiktionaler Tabubrüche.