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Kurt Tucholsky – Joseph Roth – Walter Mehring

Beiträge zu Politik und Kultur zwischen den Weltkriegen

Dieter Mayer

Am Ende der Frühphase der Weimarer Republik verließen die drei Schriftsteller Berlin, enttäuscht von der politischen Entwicklung in Deutschland. Längere Zeit arbeiteten sie als Auslandskorrespondenten führender deutscher Tageszeitungen (Frankfurter Zeitung, Vossische Zeitung) und Wochenschriften (Die Weltbühne, Das Tage-Buch, Das Neue Tage-Buch) in Paris. Vor dem Hintergrund der deutschen und französischen Geschichte wird an den journalistischen Arbeiten das jeweilige Berlin- und Parisbild der Autoren bis zum Beginn der Regierungszeit der Nationalsozialisten analysiert und verglichen. Für Roth und Mehring wird dies bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs weitergeführt. Erstmals werden zudem Tucholskys Hinweise auf die Wirkungsintensität der Fotografie und seine poetologischen Vorstellungen zur Lyrik systematisch dargestellt und deren Umsetzung bei den Text-Bild-Arbeiten in der Arbeiter-Illustrierten Zeitung an ausgewählten Beispielen untersucht. Ein eigener Beitrag gilt Tucholskys abschließender Auseinandersetzung mit der deutschen Entwicklung in seinem mit Heartfield verfassten Buch Deutschland, Deutschland über alles (1929).
Inhalt: Berlin- und Parisbild in den journalistischen Arbeiten der drei Autoren; Veränderungen zwischen 1918 und 1939 – Tucholsky und die Medien – Tucholskys Poetik des Gedichts; deren Umsetzung in den Gedichten bei der Arbeiter-Illustrierten Zeitung – Tucholskys und Heartfields Zusammen­arbeit im Buch Deutschland, Deutschland über alles (1929) – Tucholskys resig­niertes Resümee seiner Bemühungen im Deutschland-Buch.