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Die Picasso-Rezeption in der DDR

Offizielle Wahrnehmung und künstlerischer Dialog

Maria Lau

Gegenstand dieser Untersuchung ist sowohl die offizielle als auch die künstlerische Rezeption der Werke Pablo Picassos in der DDR. Von kulturpolitischem Standpunkt her lange Zeit als eine dem geforderten Sozialistischen Realismus zuwiderlaufende Erscheinung abgelehnt, galt seine Kunst vielen in der DDR lebenden Künstlern als Inbegriff künstlerischer Freiheit. Weder die kulturelle noch die politische Abschottung der DDR gegenüber der westlichen Welt konnte zudem verhindern, dass sich sein Einfluss im Werk etlicher Künstler der DDR niederschlug. Während die offizielle Kritik Picasso selbst seine Mitgliedschaft in der KPF und sein politisches Engagement zu Gute hielt, ging sie mit seinen Nachfolgern in der DDR bis in die siebziger Jahre hinein weitaus härter ins Gericht. Die Untersuchung zeigt die Entwicklung der offiziellen Wahrnehmung seiner Kunst in der DDR auf und stellt diese der künstlerischen Auseinandersetzung mit ihr gegenüber. Dabei werden auch die Informationsquellen aus denen die Künstler schöpften kritisch hinterfragt. Auf der dem Buch beiliegenden CD befindet sich der Katalogteil der Arbeit.
Inhalt: Kulturpolitische Beurteilung der Kunst und Person Picassos in der DDR – Künstlerische Auseinandersetzung mit der Kunst Picassos in der DDR – Diskrepanz zwischen offizieller Wahrnehmung und künstlerischem Dialog – Die Bedeutung seines politischen Engagements für den Rezeptionsprozess.