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Das Briefkorpus Kyrills von Alexandrien als Quelle des antiken Mönchtums

Kirchenpolitik, Christologie und Pastoral

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Hans-Bernd Krismanek

In der langen Amtszeit Kyrills von Alexandrien (412-444) gehörte das Mönchtum zu den prägenden Kräften der kirchlichen Entwicklung. Zahlreiche Briefe zeigen das interessante Agieren des großen Alexandriners gegenüber und mit der monastischen Bewegung in Ägypten und in den christologischen Auseinandersetzungen der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts. Die Untersuchung zur Korrespondenz Kyrills von Alexandrien ist bestrebt, dieses wichtige kirchenpolitische, theologische und pastorale Aktionsfeld des Patriarchen zu analysieren und dabei das Briefkorpus des Alexandriners als Quelle für die Geschichte des antiken Mönchtums ins Blickfeld zu bringen.
Inhalt: Monastische Bewegung in Ägypten und Pastoralstrategie Kyrills – Anfragen palästinischer Mönche (= Korrespondenz mit Tiberius) – Mönchtum während der langwierigen christologischen Auseinandersetzungen (428/429-438/439), die sich an den Gegensätzen der alexandrinischen und antiochenischen Tradition entzündet hatten: Nestorianische Kontroverse, das Ringen um die Kircheneinheit – Der Streit um das christologische Erbe Theodors von Mopsuestia – Prosopographie – Das Briefkorpus Kyrills – Bischöfliche Interventionen im ägyptischen Mönchtum – Stellungnahmen zu zwei Anfragen palästinischer Mönche (= Korrespondenz mit Tiberius) – Theologische, propagandistische und kirchenpolitische Initiativen gegen Nestorius – Eine Stellungnahme Kyrills aus nachephesinischer Zeit – Diplomatische Interventionen nach dem Unionsschluss – Publizistische Initiativen in der Reichsdiözese Oriens – Die Briefkompilationen im Roman vom Apa Viktor – Prosopographie zu den Briefen Kyrills.