Show Less
Restricted access

Der Krieg in der amerikanischen Literatur

Untersuchung des Wandels von Beschreibung, Bewertung und Leserlenkung in der nordamerikanischen "War Prose</I> und "War Poetry</I> während des Zeitraums vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Irakkrieg

Axel Kleppien

Hat Amerika eine andere Auffassung vom Krieg als Europa? Eine mögliche Antwort darauf ergibt sich aus der Analyse der nordamerikanischen Kriegsliteratur. Die gesellschaftliche Haltung zur Gewalt entwickelt sich parallel zu ihrer Darstellung in Büchern und Gedichten. Autoren und Leser beeinflussen sich wechselseitig und pflegen und bewahren das kulturelle Erbe Amerikas, das seit den Pilgervätern Gewaltakzeptanz beinhaltet. Die Arbeit untersucht alle Formen der nordamerikanischen Kriegsprosa und -lyrik, auch und gerade sogenannte Populärliteratur. Sie geht chronologisch von Krieg zu Krieg vor. Dabei wird neben den kontemporären Werken auch auf in späteren Epochen erschienene eingegangen. Extrakapitel werden Comic, Allotopie, Frauen- und Minoritätenliteratur gewidmet. Die Existenz amerikanischer Antikriegsliteratur wird hinterfragt, die Affinität der Amerikaner zu Heldentum wird beleuchtet. Am Schluss wird eine Aussage zur Unwahrscheinlichkeit der Abkehr der USA von der Neigung zu gewaltsamen Interventionen getroffen.
Inhalt: Das Faszinosum Krieg – Der amerikanische Krieg in der Literatur – Der Krieg als Zeitraffer des Lebens – Herausforderung und Bewährungsprobe – Die Liebe der Amerikaner zum Heldentum – Das Trauma Vietnam und seine - oft kontrafaktische - Bewältigung – Frauen als Kriegserleidende und als Kämpferinnen – Der Weg zur Anerkennung der Minderheiten geht über den Kriegsdienst – Warum es keine überzeugende Antikriegsliteratur in den USA gibt.