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Gerüchte als Kapitalmarktinformationen

Die kapitalmarktrechtliche Behandlung von Informationen mit unsicherem Wahrheitsgehalt

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Matthias Neumann

Die Arbeit untersucht die Behandlung von Gerüchten als unsicheren Informationen im Kapitalmarktrecht. Dazu werden zunächst psychologische und soziologische sowie ökonomische Erkenntnisse zu Gerüchten allgemein und Kapitalmarktgerüchten im Besonderen betrachtet. Daran anknüpfend werden übergeordnete rechtspolitische Überlegungen angestellt. Es folgt ein Blick darauf, wie Gerüchte außerhalb des Kapitalmarktrechts rechtlich eingeordnet werden. Kern der Arbeit ist die Behandlung von Gerüchten im Insiderrecht, bei der Ad-hoc-Publizität, im Rahmen des Marktmanipulationsverbots sowie bei den Tatbeständen der Handelsaussetzung de lege lata. Zudem werden Überlegungen angestellt, wie die kapitalmarktrechtliche Behandlung von Gerüchten de lege ferenda verbessert werden könnte.
Inhalt: Psychologische und soziologische Erkenntnisse über Gerüchte – Ökonomische Betrachtung von Kapitalmarktgerüchten – Rechtspolitische Grundlagen der kapitalmarktrechtlichen Behandlung von Gerüchten – Rechtliche Behandlung von Gerüchten außerhalb des Kapitalmarktrechts – Verbot von Insidergeschäften – Gerüchte als «Insiderinformationen» i.S.v. § 13 Abs. 1 WpHG – Ad-hoc-rechtliche Pflicht zur Kommentierung umlaufender Gerüchte – Ad-hoc-Publizitätspflicht bei Übernahmegerüchten – Verbreiten von Gerüchten als Marktmanipulation – Aussetzung des (Börsen-)Handels bei kursierenden Kapitalmarktgerüchten.