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Perzeptive Varietätenlinguistik

Redaktion: Noemi Piredda und Sebastian Postlep

Series:

Thomas Krefeld and Elissa Pustka

Sprechen und Hören sind zwei Seiten derselben kommunikativen Medaille. Dennoch wurde die Beschreibung der Sprachproduktion durch die Linguistik empirisch und theoretisch immer und nicht selten einseitig bevorzugt. Gerade in der Varietätenlinguistik ist die Ausblendung der Sprachwahrnehmung gravierend. Dieser Band möchte daher in programmatischer Absicht dazu beitragen, die existierenden, meist dialektologischen Ansätze zu einer umfassenden perzeptiven Varietätenlinguistik auszubauen. Diese soll es ermöglichen, die diasystematischen Markierungen einzelner Varianten und die darauf basierende Konstruktion von Varietäten in der konkreten Wahrnehmung authentischer Sprachproduktion durch die Sprecher selbst zu fundieren und abzusichern. Die Beiträge enthalten eine Vielzahl von Einzelstudien zum Italienischen, Französischen, Spanischen und Portugiesischen.
Aus dem Inhalt: Thomas Krefeld/Elissa Pustka: Für eine perzeptive Varietätenlinguistik – Martha Guzmán: Das Spanische in der Karibik: Selbst- und Fremdwahrnehmung – Sebastian Postlep: Charrem altramén - Ein aragonesisches ‘Randproblem’ zwischen aragonés oriental und catalán occidental – Zoë Boughton: Perzeption und Evaluation der Variation im gesprochenen Französisch – Elissa Pustka: Der südfranzösische Akzent - in den Ohren von Toulousains und Parisiens – Thomas Krefeld: Italiano, ma popolare? - Einige nicht standardsprachliche Merkmale im Spiegel des Varietätenbewusstseins – Luisa Amenta/Marina Castiglione: Nuovi criteri per la definizione di italiano regionale: tra (auto)rappresentazioni e realizzazioni effettive – Riccardo Regis: La percezione attraverso lo spazio - Qualche appunto – Karl Ille/Eva Vetter: Wahrnehmungsaspekte im deutsch-italienischen Varietätenkontakt in Wien – Jean-David Bellonie: Repräsentationen des accent antillais und des accent parisien in Martinique – Aurelia Merlan: Wandel in den Benennungen nordiberoromanischer Sprachvarietäten – Mari D’Agostino/Vincenzo Pinello: La Sicilia linguistica tra frammentazione e continuità – Teresa Maria Gruber: Imitation und Karikatur. Repräsentation von Mehrsprachigkeit im Königreich Neapel in Komödien des 16. Jahrhunderts – Guido Soriani: Percezioni e comportamenti linguistici. Un caso siciliano – Immacolata Tempesta/Alessandro Bitonti/Salvatore de Masi/Daniela de Salvatore: Rappresentazioni sulla lingua e sul contatto linguistico - Alcune indagini nell’Italia meridionale – Julia Brade: (Sprach-)Einstellungen in Mexiko. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung – Vito Matranga: Quattro appunti sulla consapevolezza linguistica in contesto italoalbanese.