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«Wir wollen frei von Hitler sein»

Jugendwiderstand im Dritten Reich am Beispiel von drei Kölner Edelweißpiraten

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Simone Dittmar

Die Edelweißpiraten waren Kinder und Jugendliche aus dem Arbeitermilieu, die in antifaschistisch geprägten Elternhäusern aufgewachsen waren und aktiven Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Nach Kriegsende sahen sich überlebende Edelweißpiraten nicht etwa als Regimegegner gewürdigt, sondern als Kriminelle diffamiert durch Anschuldigungen, die aus Akten der Geheimen Staatspolizei übernommen worden waren und jahrzehntelang den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs prägten. Anhand der Lebensläufe von Gertrud Koch, Jean Jülich und Fritz Theilen wird nachgewiesen, dass die Edelweißpiraten im Jahr 2005 zu Recht als NS-Widerstandskämpfer anerkannt worden sind.
Inhalt: Definition – Herkunft – Opposition und aktiver Widerstand – Verfolgung und Verhaftung – Der Köln-Ehrenfelder Komplex (1944) – Stigmatisierung und Rehabilitierung – Interview mit Jean Jülich, Edelweißpirat und Zeitzeuge.