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Die Menschenliebe im Zeitalter der Aufklärung

Säkularisation und Moral im 18. Jahrhundert

Dagobert de Levie

In der vorliegenden Studie wird der aufklärerische Begriff Menschenliebe als säkulares Gegenstück zu der christlichen Nächstenliebe und als ein Surrogat für die christliche Agape oder Caritas dargestellt. Dieser Begriff Menschenliebe, ein Produkt des mit der Neuzeit einsetzenden Säkularisierungsprozesses aller Denkbereiche, findet als Kardinaltugend des aufgeklärten Vernunftglaubens seine dichterische Verherrlichung in der deutschen Lehr- und Moraldichtung des 18. Jahrhunderts und damit seinen Einzug in das Gedankengut tieferer Bevölkerungsschichten.
Aus dem Inhalt: Mitleid und Ressentiment (Schopenhauer - Nietzsche - Scheler) - Naturrecht und Vernunft (Pufendorf - Thomasius - Wolff - Gottsched) - Die Menschenliebe in der Lehrdichtung (Gellert - Hagedorn - Uz - v.Cronegk - Lichtwer - Dusch).