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Poesie und Geschichtsphilosophie im Zeichen transzendentaler Differenz

Studien zu Sophie von La Roche, Friedrich Schiller und Conrad Ferdinand Meyer

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Andreas Jacob

Aufgrund welcher Voraussetzungen erlangen literarische Subjekte im Zuge der Aufklärung eine Vorstellung ihrer Freiheit? Ist der Aufbruch aus der ‘zeitlosen’ Natur der Dinge zur historisch bestimmten Einsicht in die Differenz von Bewusstsein und Welt unabdingbar? Die Arbeit überprüft diese fundamentalphilosophischen Fragen, indem sie drei Epochen der Literaturgeschichte anhand exemplarischer Texte untersucht. Empfindsamkeit, Klassik und poetischer Realismus finden jeweils andere Antworten auf die Frage, ob und inwieweit das Subjekt frei ist. Dabei zeigt sich, dass die Entwicklung der literarischen Kunstform in verblüffender Weise das Programm der transzendentalphilosophischen Ästhetik zu vollziehen scheint. Die hermeneutisch fortschreitende Vieldeutigkeit der Werkgestalt verweist auf die unfassbare Freiheit der transzendentalen Vernunft.
Inhalt: Kant und die problematische Emanzipation der Subjektivität – Die transzendentale Differenz als methodische Leitfrage der Literaturinterpretation – Der Einbruch der Geschichte bei Sophie von La Roche – Die Aporie der Freiheit bei Friedrich Schiller – Conrad Ferdinand Meyer: Die Unheimlichkeit der Geschichte.