Show Less
Restricted access

Ältere Konversationslexika und Fachenzyklopädien

Beiträge zur Geschichte von Wissensüberlieferung und Mentalitätsbildung

Series:

Hans-Albrecht Koch and Gabriella Rovagnati

Die Beiträge untersuchen Entstehungsgründe und -bedingungen für allgemeine und fachlich spezialisierte Lexika und Enzyklopädien seit der Frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert. Neben historischen Überblicken bietet der Band Studien zur wissensvermittelnden sowie mentalitäts- und ideologiebildenden Wirkung von Lexika. Untersucht werden u.a. lexikonpolitische Konzepte theologischer und juristischer Enzyklopädien, Krankheiten als Lemmata in Konversationslexika, die Bildung von Nationalstereotypen am Beispiel des im Konversationslexikon vermittelten Polenbildes, internationale Lexikonfiliationen durch Übersetzungen und die Rolle von Verlagen im Lexikonwesen.
Inhalt: Hans-Albrecht Koch: Lexika in Geschichte und Gegenwart – Klaus Mathias: Wozu brauche ich das ältere Konversationslexikon und das medizinische Fachlexikon? – Klaus Bergdolt: Gesundheit und Krankheit als Lemmata historischer Lexika – Engelbert Zass: Handbücher, Enzyklopädien und Lexika: Ihre Rolle in der Chemie von 1817 bis heute – Verena Bögelein/Frank Duzaar/Joachim Fischer: Leonardo da Pisa, (auch) genannt Fibonacci, in europäischen und nordamerikanischen Enzyklopädien – Ruth Conrad: «Die Religion in Geschichte und Gegenwart» und das «Lexikon für Theologie und Kirche»: Zwei Lexikonkonzeptionen im theologie- und kirchenpolitischen Vergleich – Thomas Finkenauer: Rechtshistorische Lexika damals und heute – Hans-Albrecht Koch: Eine junge Wissenschaft wird alt: Überlegungen zur Wissenschaftsgeschichte der Germanistik aufgrund des «Internationalen Germanistenlexikons» – Gabriella Rovagnati: Historische Enzyklopädien und Lexika als vernachlässigte Quellen der Forschung. Nebst einem Ausblick auf die Situation der bibliographischen Erfassung – Anna Kochanowska-Nieborak: Konversationslexika aus der Perspektive der historischen Stereotypenforschung. Am Beispiel des deutschen Polenbildes in Meyers Konversationslexika – Alexander Markschies: Von Aachen bis Zurbaran: Die Kunstgeschichte auf der Suche nach lexikalischem Wissen – Gabriella Rovagnati: «Übersetzte» Lexika?! – Carlo Ulrico Hoepli: Zum Verhältnis von Handbüchern und Enzyklopädien: Das Verlagsprogramm des Hauses Hoepli – Richard Hollinek: Zum Verhältnis von Lexikon und Bibliographie. Eine sehr persönliche Verlagsgeschichte.